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Suite ohne Dach und Wände
Anti-Idylle zum Nachdenken statt Schlafen
 
In einer Zeit, in der die Welt aus den Fugen gerät, ist es schwierig, die aktuelle Weltlage auszublenden. So geht es auch den Konzeptkünstlern Frank und Patrik Riklin und Hotelier Daniel Charbonnier, die mit ihrem «Null Stern Hotel» seit 2008 immer wieder international für Aufsehen sorgen. Nun radikalisieren sie einmal mehr ihr Konzept mit einer neuen, anti-idyllischen Version eines Hotelzimmers, das wie als «Bildfehler» vom Himmel gefallen ist – an einen Ort, den man höchstens in einem Film oder im Traum erwartet.

Im Zentrum der Übernachtung steht nicht der Schlaf, sondern die Selbstreflexion über die aktuelle Weltlage – sie wird zum Statement für die Dringlichkeit notwendiger Veränderungen in der Gesellschaft. Die neue Suite ohne Dach und Wände wurde in Komplizenschaft mit der Gemeinde Saillon (VS) umgesetzt. Sie befindet sich zwischen einer Tankstelle und einer Hauptstrasse; der Mast mit den aktuell steigenden Benzinpreisen mutiert zum dekorativen Inventar des Zimmers.

Zum Nachdenken und Sich-selbst-in-Frage-stellen
«Mit Blick auf die aktuelle Weltlage ist es nicht Zeit, zu schlafen», sagen die beiden Konzeptkünstler Frank und Patrik Riklin. Dieses Jahr haben die Null Stern Erfinder deshalb eine «anti-idyllische» Suite entwickelt, in der man den Halbschlaf nutzt, um nachzudenken und sich selbst in Frage zu stellen. Dieses Hotelzimmer, das sowohl faszinieren als auch verstören kann, soll uns alle wachhalten: Was ist Sicherheit? Was ist Luxus? Wie können wir Ressourcen schonen und unseren Energieverbrauch reduzieren? Im Kontrast zu dieser neuen, anti-idyllischen Suite ohne Dach und Wände bei der Tankstelle sind in der Landschaft von Saillon zusätzlich drei gewohnt idyllische, immobilienbefreite Zimmer installiert. Die vier Suiten sind noch bis zum 18. September geöffnet. Eine Übernachtung inklusive Butlerservice kostet 325 Franken. […] 
 
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Text Karin Lehmann
Bild Gianluca Colla
 




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