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Architekturereignis – 25. und 26. Juni
Das Bergell und das Engadin – so offen wie nie
 
Welche Geschichte verbirgt sich hinter der Chesa Planta in Samedan? Was macht den Kindergarten in La Punt Chamues-ch besonders? Wie sieht das Rosa Haus im Fextal von innen aus? «Open Doors Engadin» bietet die Chance, Antworten auf diese und andere Fragen zu finden. Am 25. und 26. Juni öffnen vom bergellisch-italienischen Grenzdorf Castasegna bis zum Oberengadiner S-chanf über 80 Bauten ihre Türen – analog zum erprobten Konzept von «Open House Zürich» oder «Open House Basel».

Ziel der Veranstaltung ist es, Begeisterung für Architektur und den Raum Maloja zu wecken. Ausserdem verankert «Open Doors Engadin» das Wissen über Architektur und deren Bedeutung für die Entwicklung der Region in der Öffentlichkeit. Drittens soll der Event den Dialog zwischen Fachpersonen und Laien, zwischen Gebäudebenutzerinnen und -benutzern und Architekturinteressierten, zwischen den Bewohnern der Region und Besuchenden fördern und allen die Beteiligung an der öffentlichen Diskussion ermöglichen.

Im Vergleich zum coronabedingt abgesagten Event vom Vorjahr ist nun ein weiteres Drittel architektonisch wertvoller und bedeutender Gebäude für das «Open Doors Engadin» 2022 hinzugekommen. «Wir freuen uns riesig, dass wir dieses Jahr das «Open Doors Engadin» erstmals durchführen können – und dies mit einem noch breiteren Angebot als 2021 möglich gewesen wäre. Das zeigt, dass die Einwohnerinnen und Hauseigentümer der Region nicht verschlossen sind, sondern freudig das kulturelle und architektonische Erbe des Engadins und des Bergells teilen wollen», erklärt Christoph Oggenfuss, Co-Initiator des Events und Präsident des dahinterstehenden Non-Profit-Vereins.

Architektur an Schnittstelle zwischen Nord- und Südeuropa
Dieses Erbe ist ein Spezialfall für die Schweiz, wie Daniel Walser, Dozent für Architektur- und Kulturgeschichte, Architekturtheorie und Städtebau an der Fachhochschule Graubünden, erklärt: «Die Architektur ist lokal verwurzelt, besitzt aber auch eine Weitläufigkeit und Verbundenheit mit der Welt. Das Engadin und Maloja stehen kulturell im Schnittpunkt zwischen Nord- und Südeuropa. Die Architektur ist lokal, erzählt aber von der weiten Welt. Das macht sie so stark.» Walser ist eines von rund 35 Mitgliedern des Experten- und Freundeskreises, der das «Open Doors Engadin» mit Fachwissen und Engagement unterstützt. Ebenfalls Mitglieder des Kreises sind Architektinnen und Architekten, Kunsthistorikerinnen und -historiker sowie Heimatverbundene. Die lokale Verbindung ist wichtig für den Event, wie Initiator Christoph Oggenfuss sagt. «Die Veranstaltung soll keine externe Geschichte sein, die der Region übergestülpt wird. Die einheimische Bevölkerung soll «Open Doors Engadin» aktiv mitgestalten, und wir arbeiten eng mit der lokalen Politik und Wirtschaft zusammen.» So fördern etwa Sils Maria im Engadin und Silvaplana als Patronatsgemeinden das Projekt. Daniel Bosshard, Gemeindepräsident von Silvaplana: «Die Gemeinde Silvaplana findet das Open Doors eine super Idee! Mit diesem Gefäss bieten wir Einheimischen, Zweitwohnungsbesitzern sowie Gästen eine Plattform, um bekannte und weniger bekannte Bauobjekte näher kennenzulernen.»

Selbstständige Programmplanung oder geführte Spezial-Touren
Besucherinnen und Besucher haben drei Möglichkeiten, «Open Doors Engadin» zu erleben. Ganz individuell kann man sich einzelne Gebäude auf der interaktiven Karte der Open-Doors-Engadin-Website aussuchen und sie zu den angegebenen Öffnungszeiten anschauen gehen. Ausserdem werden geführte Spaziergänge angeboten, die über das Wochenende in verschiedenen Orten stattfinden und jeweils etwa fünf Gebäude näher beleuchten. Das dritte Angebot sind «Special Tours», etwa mit einem Bruno-Giacometti-Spezialisten oder einem Redaktor der Architekturzeitschrift «Hochparterre», die sich einer ganz bestimmten architektonischen Facette der Region widmen.



Öffnungszeiten, Führungen und zusätzliche Informationen

Auf www.opendoors-engadin.org finden sich Öffnungszeiten, Führungen und zusätzliche Informationen zu den einzelnen Gebäuden sowie Links zu Google Maps, die «turn by turn» direkt zum Ziel führen. Mithilfe verschiedener Filter kann eine individuelle Tour zusammengestellt und auf einer Karte markiert werden. Ruft man sie dann auf dem Smartphone ab, wird es kinderleicht, zu den Lieblingsplätzen zu gelangen.

Ebenfalls über die Website können attraktive Hotel-Packages für das Event-Wochenende gebucht werden. Es gilt zu beachten, dass vereinzelte Besichtigungen eine Platzbeschränkung haben. Reservationen sind möglich.

Unterstützt wird «Open Doors Engadin» vom Kanton Graubünden, von der Region Maloja, den Dörfern der Region, der Graubündner Kantonalbank, der UBS Kulturstiftung und der Engadin St. Moritz Tourismus AG. Weitere Partner sind: Ernst Göhner Stiftung, Pro Helvetia, DubachKeller Stiftung, Curti Stiftung, Pro Montagna Stiftung und Sotto Voce. 
 
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Text Open Doors Engadin
Bild Open Doors Engadin
 




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