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Fassadeninstandsetzung Kesslerplatz 57 Schlieren
Elastischer Altanstrich erschwert materialgerechte Betoninstandsetzung
 
Das Hochhaus Kesslerplatz 57 in Schlieren befindet sich im Inventar der Denkmalschutzobjekte von überkommunaler Bedeutung. Nun musste die Betonfassade instandgesetzt werden, weil rostende Metallfensterbänke bei angrenzenden Betonelementen zu Rissen führten. Und weil die in den 80er Jahren aufgebrachte elastische Farbe mit ihren damals gepriesenen Eigenschaften der Betonrissüberbrückung und CO2-Bremse zu reissen und schüsseln begann. Was bei einer solch komplexen Ausgangslage zu tun ist, erwies sich für die Bauherrschaft, die Denkmalpflege und die Fassadenspezialisten als herausfordernde Frage.

Die Kantonale Denkmalpflege Zürich vertritt auf Anfrage den grundsätzlichen Standpunkt, dass neben der bauzeitlichen Erscheinung eines Objekts der sogenannte «Substanzerhalt» zu berücksichtigen sei. Der gemeinsame Entscheid, beim Hochhaus Kesslerplatz 57 die vorhandene organische Beschichtung nicht aufwendig und für die Bauherrschaft teuer zu entfernen, sei auf Basis folgender Erkenntnis gefällt worden: Die bestehende (einst elastische, nun aber schüsselnde) Beschichtung hat einen nachweislichen Schutz der Betonoberfläche hinsichtlich Carbonatisierung in den letzten Jahrzehnten gewährleistet und somit den «Substanzerhalt» der originalen Betonstruktur gefördert. Ferner habe es ein zweites Argument von der Bauherrschaft gegeben, nämlich, eine einheitliche Erscheinung der Betonoberfläche nach der Instandsetzung sicherzustellen. Dieses Argument habe im Entscheidungsprozess den Ansatz einer neuen zusätzlichen Beschichtung, die alle Unwägbarkeiten abdecken sollte, unterstützt. Der Bauherrschaft hätten eine Reihe von ästhetisch unbefriedigenden Betoninstandsetzungen der jüngeren Zeit vor Augen gestanden; eine Gewährleistung von Seiten Kantonaler Denkmalpflege für ein ästhetisch hochwertiges Endprodukt habe nicht gegeben werden können. Auf Basis dieser vorliegenden Rahmenbedingungen habe die Kantonale Denkmalpflege schliesslich einer neuen zusätzlichen Beschichtung, sprich additiven Massnahme, zugestimmt – mit der akzeptierten Konsequenz, dass die für das Objekt sehr wichtige Betonsichtigkeit in den nächsten Jahren weiterhin nicht gegeben sein werde. […] 
 
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Text Gregor Eigensatz
Bild Peter Heierling
 




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