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Erweiterung Schulanlage Schanz in Rüti ZH
Sichtbeton in seiner Wirkung ergänzt
 
Zwei eigenständige Schulbauten von 1949 und 1992 sollen im Rahmen einer Schulreform zu einer Gesamtschulanlage zusammenwachsen. Die Idee der integrativen Durchmischung aller Schulstufen sowie Anforderungen an einen zeitgemässen Unterricht machen eine weitgehende Umgestaltung des Bestandes notwendig. Auch auf gestalterischer Ebene wird der Gedanke der Integration zum Leitmotiv.

Verbindung und Integration

Das matte Zementgrau der Sichtbetonwände wird von einem brillanten Grün der Türelemente und Fensterleibungen ergänzt.

Die Anteile von Grün und Grau sind entsprechend ihrer Intensität zueinander abgewogen.

Der senfgrüne Polyuhrethanbodenbelag nimmt die Reflexionen der hellgrünen Paneele und Leibungen in sich auf, ohne mit dem Grau der Sichtbetonwände zu brechen.

Die Treppenbrüstung ist in einem warmen Dunkelgrau gehalten. Die Gipsdecke in frischem Grauweiss. Beides fügt sich in die vorhandene Farbpalette.

Die lineare Beleuchtung bringt die punktuellen Farbelemente zur Geltung, ohne sie zu konkurrenzieren.


Die Felber Keller Lehmann Architekten haben versucht, Qualitäten der bestehenden Bauten aufzuspüren und im Neubau in eine zeitgemässe Form zu bringen. Der Erweiterungsbau schliesst die Lücke zwischen den beiden bestehenden Gebäuden und macht einen 250 Meter langen Gang möglich, der zum Sinnbild von Verbindung wird.

Verbindung und Integration war auch das Thema des Farbkonzeptes der Fassade. Das warme Grün der verputzten Fassade vermittelt zwischen dem hellen Grau und dem freundlichen Beige der Altbauten. Der neue Gebäudeabschnitt bleibt aber als eigenständiger Teil ablesbar.

Kombination von Sichtbeton und farbigen Paneelen
Im Innenraum wurde dasselbe verfolgt, wobei aber unterschieden wird zwischen der Stimmung in den belebten Verbindungsgängen und der Atmosphäre in den ruhigen Arbeitsräumen.

Der Innenraum des Neubaus wird von robusten Sichtbetonwänden geprägt, die die grosse Spannweite des Verbindungsganges ermöglicht haben. Sein mattes Zementgrau schafft leicht Licht absorbierende Wände. Zur Ergänzung dieser Wirkung setzen die Architekten mit grossformatigen, farbigen Türelementen einen Akzent. Diese farbigen Paneele signalisieren die Zugänge zu den Arbeitsräumen und rhythmisieren mit ihrer punktuellen Aneinanderreihung die Sichtbetonwand des Verbindungsganges.

Als Farbe wurde ein brillantes und frisches Grün gewählt. Brillant und Matt ergänzen sich, wobei deren Anteile nicht im gleichen Verhältnis verwendet wurden, sondern entsprechend ihrer Intensität zueinander abgewogen sind.

Das Grün in den Sitznischen der Fensterleibungen unterscheidet sich von dem der Türpaneele. Der Grünton der Leibungen ist eine Nuance feiner als das Grün der Türen, da die Intensität des Grüns durch das direkte Sonnenlicht gesteigert wird.

Der senfgrüne Polyuhrethanbodenbelag nimmt die Reflexionen der hellgrünen Paneele und Leibungen in sich auf, ohne mit dem Grau der Sichtbetonwände zu brechen. Die Treppenbrüstung in einem warmen Dunkelgrau und die Gipsdecke in frischem Grauweiss fügen sich in die vorhandene Farbpalette. Die lineare Beleuchtung bringt die punktuellen Farbelemente zur Geltung, ohne sie zu konkurrenzieren.

In den Arbeitsräumen wurde eine ruhigere, dezentere Raumstimmung gesucht. Das Farbkonzept in diesen Räumen verzichtet auf die Wirkung des pikanten Grüns. Die Farbpalette lebt von Nuancen verschiedener Farbtemperaturen der verwendeten Materialien. Die Gestaltungselemente und Farbträger in den Arbeitsräumen sind Einbauschränke, Gipsdecken und Kugelgarnteppiche. Besondere Beachtung wurde der Oberfläche der Einbauschränke geschenkt. Die Türblätter der Schränke sind aus OSB Holzwerkstoffplatten gefertigt. Diese wurden mit einer abgetönten, weissen Alkydharzlackfarbe lasierend gestrichen. Dadurch entstehen helle Fronten, die belebt strukturiert sind und den warmen Holzfarbton durchschimmern lassen.

Die Absicht der Farbgestaltung war, den Sichtbeton in seiner Wirkung zu ergänzen: im Fall der Verbindungsgänge ihn aufzufrischen, und im Fall der Arbeitsräume die Raumwirkung dezent warm aufzuhellen. 
 
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Text Franziska Felber
Bild Hannes Henz
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