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400-jähriges Nullenergie-Denkmal
Niedrigstenergiebau und Denkmalpflege – kein Widerspruch
 
Die Sanierung und Modernisierung eines Denkmals bedarf einer sorgfältigen Planung, innovativen Lösungen und eines Erhaltungswillens gegenüber der historischen Bausubstanz. Diesem werden schon mit den üblichen Anforderungen an den Trittschall, Wärme- und Brandschutz meist die Grenzen aufgezeigt. So auch beim Mesmerhaus in Ermatingen. Dennoch ist es hier gelungen, das über 400 Jahre alte Denkmal in ein Nullenergiehaus umzuwandeln, ohne dass dessen ursprünglicher Charme gänzlich verschwunden wäre.

Das über 400-jährige Mesmerhaus liegt unmittelbar östlich der Kirche im Zentrum von Ermatingen. Im Zuge einer umfassenden baulichen Erneuerung sind die historischen Teile freigelegt, erhalten und restauriert worden. Gleichzeitig hat das Haus einen zeitgemässen Anbau erhalten, dessen Hülle jährlich so viel Solarstrom erzeugt, wie das gesamte Haus für Heizung und Warmwasser benötigt. Als eines der ersten Baudenkmäler erreicht das Mesmerhaus – fast ein bisschen exemplarisch für das «Machbare» am historischen Bestand in architektonischer, energetischer und denkmalpflegerischer Hinsicht – das Minergie-A-Zertifikat. Im Inneren des Gebäudes sind drei zeitgemässe Wohnungen und ein gastronomisches Lokal entstanden.

Zeitgeist der Bauzeit mit heutigen Wohnansprüchen vereinbar
Allen an der Mesmerhaus-Sanierung Beteiligten war bewusst, dass die vorgesehenen baulich-energetischen Massnahmen so umgesetzt werden mussten, dass der Denkmalwert nach deren Durchführung nicht wesentlich geschmälert ist. Das historische Äussere ist hier trotz Ergänzung durch einen modernen Anbau und trotz Überführung in ein Plusenergiehaus ablesbar geblieben. «Oftmals wird vergessen, dass ein Denkmal in seiner Gesamtheit und somit auch mit seinem historischen Innenleben als Zeugnis seiner Entstehung und Weiterentwicklung erhalten bleiben soll. Die Bauherrschaft hat sich nicht gescheut, vorgefundene Elemente zu restaurieren und sichtbar zu belassen. Es zeigt sich, dass der Zeitgeist der Bauzeit und heutige Wohnansprüche gut miteinander kombiniert werden können», stellt Stephan Kraus, Leiter Denkmalpflege, Kanton Thurgau, mit Blick auf den Bauherrn und Architekten Peter Dransfeld, dransfeldarchitekten, anerkennend fest. […] 
 
Ausgabe "2020/2 - Juni/Juli" bestellen
 
Text Gregor Eigensatz
Bild Manuel Martini
 




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