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Zusammenspiel von Handwerk und Innenarchitektur
Architektur vom Leben erfüllt
 
Hoch oben über dem Zürichsee befindet sich die grosszügige Ausstellung mit einmaliger Atmosphäre der Sphära Innenräume AG. Anhand von Plänen, Modellen und grosszügigen Mustern machen sich hier Besucherinnen und Besucher ein Bild ihrer Räume. Ein Beispiel, wie Synergien der Zusammenarbeit zwischen Innenarchitektur, Handwerk und Bauherrschaft sinnvoll genutzt werden können.

Weiter führende Ideen des Realisierens

Das Spezielle, Einzigartige, Aussergewöhnliche in den eigenen vier Wänden umgesetzt zu wissen, setzt nicht unbedingt einen dicken Geldbeutel voraus. Ein Spaziergang in der freien Natur, die Formen, Muster, Gerüche und Farben können Menschen auf Ideen bringen, die sie gerne im Wohnzimmer umgesetzt haben möchten und die sich mit etwas Fantasie auch einfach realisieren lassen.

Gute Architektur hört auf Stimmungen und Gefühle von Menschen. Sie sind es ja, die zuletzt das Bauwerk durch ihre unverwechselbaren, individuellen Eigenheiten beleben. Oder nicht? Dürfen sie das von Fachleuten perfekt durchgestylte Interieur überhaupt noch verändern, ohne dass es gleich in seinen konzeptionellen, architektonischen Grundfesten erschüttert, ja zerstört wird? Oder sind sie, ohne sich dessen gleich bewusst zu sein, bereits Gefangene des eigens in Auftrag gegebenen Wohnungsausbaus geworden?

Der vorliegende Artikel zeigt konkrete Beispiele einer professionell handwerklichen, ja künstlerischen Umsetzung besonderer Stimmungsbilder. Gewiss, solche hoch stehenden Leistungen des Handwerks oder der Innenarchitektur können bestellt und gekauft werden. Vielleicht wecken sie beim Betrachter oder bei der Betrachterin auch weiter führende Ideen des Realisierens?


Etwas Aussergewöhnliches, Ausgefallenes, Einzigartiges und vor allem etwas individuell auf die Kunden Zugeschnittenes muss es sein… Wer es sich leisten kann und vielleicht ein Gespür für ästhetische Belange hat, verlangt in der Regel nach etwas anderem als nach dem überall Erhältlichen, Gewöhnlichen, allein Zweckbestimmten oder billig Kopierten. Gewiss: Fantasie, gepaart mit Kreativität, genügt, die Sphäre des Langweiligen und nichts mehr Bewegenden zu verlassen und aufzubrechen in die Welten des Entdeckens, sinnlichen Erlebens und Geniessens. Zum Beispiel ein Spaziergang in der freien Natur, die Formen, Muster, Gerüche und Farben können Menschen auf Ideen bringen, die sie gerne im Wohnzimmer umgesetzt haben möchten – nicht den Wald selber, aber das, was er an innern Bildern schenkt, Eindrücke nämlich, mit Hilfe derer sich die eigenen vier Wände verzaubern liessen.

Gute Architektur bewegt
Gelingt es der Architektur, gelingt es dem Handwerk, Bilder, Gefühle, Stimmungen des Betrachters so hervorzuholen, dass sie den Betroffenen oder die Betroffene nicht wieder loslassen, vielmehr jedoch ansprechen oder gar inspirieren, dann bewegt die Architektur, dann berührt das Handwerk. Das Gegenteil von Langeweile tritt ein. Perfekt erscheint die Architektur/Innenarchitektur des individuellen Zuhauses deshalb erst dann, wenn sie der Bewohnerin oder dem Bewohner die Freiheit lässt, selber aktiv zu bleiben, wenn sie es zulässt, dass er oder sie sich bewegt, lebt und dabei ureigene Spuren hinterlässt, und schliesslich wenn sie ihre Komplettierung erst zusammen mit den «spontanen Beiträgen des Lebens» erlangt. So bestimmen die Betroffenen und nicht die Architektur über diesen oder jenen Lebens- und Wohnstil. Nur allzu oft sitzen Bauherren wie gelähmt in ihrem fix fertigen, neu erstellten Haus. Irgendwie gelangweilt. Wie gefesselt. Unfrei. Gefangen im eigenen Haus. Denn alles ist perfekt. Zu perfekt. Gestylt und arrangiert. Und jede selbst herbeigeführte Veränderung zerstört das architektonische Manifest der Perfektion.

Kalkputz bröckelt wunschgemäss
Ihre Kundinnen und Kunden personal abzuholen, ist eines ihrer Hauptziele. Die beiden Experten des anspruchsvollen Malerhandwerks, Gautschi und Fischer, tun dies auf ungewöhnliche Weise – zum Beispiel, indem sie sich bewusst über Handwerksregeln «hinwegsetzen» und das tun, was eigentlich für einen gelernten und erfahrenen Handwerker undenkbar, weil – objektiv gesehen – falsch ist. Aber gerade weil sie sich (allerdings bewusst und kontrolliert!) auf die Äste des «Verbotenen» und Undenkbaren hinauswagen, gelingen ihnen erstaunliche Resultate. Aussergewöhnliche, überraschende Effekte sind heute mehr denn je gefragt. Im neuen Schwimmbad von Tina Turner musste der untrügliche Eindruck von Alt entstehen. Diese unmissverständliche Forderung der Bauherrin erfüllte Gautschi, indem er richtigerweise so viel «falsch» machte, dass der Kalkputz zuletzt – wie erwartet – wunschgemäss bröckelte. Diesen Zustand von Alt künstlich herbeizuführen, verlangt Fingerspitzengefühl, Erfahrung und überdurchschnittliches handwerklich-technisches Know-how.

Ausstellung mit Folgen
Die Abbildungen in diesem Beitrag dokumentieren das oben erwähnte Beispiel und andere mehr. Sie geben Einblick in die mutige und gewiefte Auseinandersetzung von Gautschi und Fischer mit den Möglichkeiten und Grenzen des überraschenden und verantwortungsvollen Handwerks. Im Spannungsfeld von Tradition und Innovation bewegen sich Gautschi und Fischer beinahe spielerisch auf ihre (potentiellen) Kunden zu. Der Ausstellungsraum der Sphära Innenräume AG bietet ihnen Projektionsfläche genug, ihre sehr weit gehende professionelle Experimentierfreudigkeit zur Schau zu stellen. Wer den Raum betritt, begegnet besondern Wohnwelten; sie sind eindrücklich gestaltet und ihrerseits wieder Quellen für weiterführende Ideen. Hier taucht man ein in verborgene, aber dennoch vertraute Stimmungen. Sie sind Vorboten des geträumten individuellen Zuhauses. Dass sich dieses realisieren lässt, steht nach dem Besuch des Ausstellungsraums in Horgen ausser Zweifel. 
 
Ausgabe "2005/6 - Oktober" bestellen
 
Text Gregor Eigensatz
Bild Gregor Eigensatz
 
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