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Fassadensanierung Grand Casino Luzern
Eine Etikette des traditionellen Handwerks
 
In der Stadt Luzern wurde 1882 ein prunkvolles bauliches Bijou, der ehemalige Kursaal, erschaffen. Ein neobarocker Palastbau ganz nach dem architektonischen Vorbild der französischen Renaissance. Ein Ort der Begegnung, Unterhaltung und des Genusses für Aug, Ohr und Gaumen.

Im Laufe von über 100 Jahren hat der Kursaal bis zum heutigen Grand Casino Luzern einige Renovationen durchlebt. Und er kennt noch keine Altersbeschwerden, strotzt von gesunder Jugendlichkeit. Die durchwegs stilvolle Einrichtung und die prunkvolle Fassade mit den wunderschönen Stuckaturen machen das Grand Casino Luzern bis heute zu einem besonderen Ort.

Gerade solche Baudenkmäler sind zu Stein gewordener Ausdruck unserer Geschichte und Kultur. Sie sind das Erbe schöpferischer Tätigkeiten unserer Vorfahren. Die Bewahrung und der Schutz solcher wertvollen Kulturgüter ist für das Handwerk eine stolze und erfüllende, jedoch auch eine anspruchsvolle Aufgabenstellung.

Die Herausforderung der authentischen Sanierung
Im Zuge anspruchsvoller Arbeiten an der Dachkonstruktion wurde zwischen 2014 und 2015 auch die Fassade des Grand Casinos Luzern saniert. Dieser Herausforderung durfte sich das ebenfalls in Luzern ansässige Unternehmen Maler Mathis AG annehmen.

Die Bauherrschaft wie auch das planende, beratende und baubegleitende Team der Firma René J. Bächler aus Root Luzern legte dabei höchsten Wert auf den Einsatz von ursprünglichen und authentischen Beschichtungsmaterialien, die dem traditionellen Bauwerk in aller Hinsicht gerecht werden. Dies nicht nur unter Berücksichtigung des optischen Anspruches, sondern auch hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, Umweltschutz und Planbarkeit der auszuführenden Arbeiten. Für diese legte die Betreiberin des Casinos ein hohes Vertrauen in die ausführenden Unternehmen. Die Arbeiten mussten in genau definierten Zeitfenstern ausgeführt werden, da das Casino und die Restaurants immer in Betrieb blieben und Arbeiten den Betriebsablauf wie auch die geschätzten Gäste des Casinos möglichst nicht aufhalten oder bedrängen sollten.

Diese Anforderungen machen bei der Auswahl der Beschichtungsmaterialien eine umfangreiche Voranalyse unabdingbar. Die Baudenkmalpflege ist ein interdisziplinäres Arbeitsgebiet, das besonders hohe Anforderungen an die Beteiligten stellt. In Abhängigkeit von der denkmalpflegerischen Aufgabenstellung und der jeweiligen Schadensituation müssen geeignete Techniken und Werkstoffe ausgewählt werden.

In einem frühen Stadium des Projekts wurde das Expertenteam für die Baudenkmalpflege der DAW Schweiz AG (Caparol) für dieses anspruchsvolle Objekt herangezogen. Nach der Erfassung des Bestands, der Klärung der Wünsche und Anforderungen der Bauherrschaft und des Verstehens der Interaktion des Gebäudes und der Fassade mit seiner unmittelbaren Umgebung konnte eine umfassende Sanierungs- und Materialempfehlung abgegeben werden. Dabei wurde eine auf das Objekt massgeschneiderte Lösung zusammengestellt.

Das Fingerspitzengefühl des Handwerks
Für die Fassade des Grand Casinos Luzern setzten die Experten der Maler Mathis AG eine Kombination bzw. einen Beschichtungsaufbau verschiedener Silikatfarben ein. Die solide Grundlage bildete dabei eine umweltschonende Untergrundvorbereitung und eine Grundierung mit beinhalteten quarzitischen verkieselungsfähigen Zuschlägen. Nach einem weiteren Arbeitsschritt, den Auftrag einer lichtechten, mineralisch pigmentierten Silikatfarbe, erfolgt die handwerkliche Kür durch die Maler Mathis AG.

Durch dünne, mehrschichtig pigmentierte silikatische Lasuranstriche wird die ursprüngliche vorhandene oberflächliche Tiefenwirkung der Fassadenflächen erreicht. Von nahem kaum wahrnehmbar, beeinflusst dieser Arbeitsgang den Gesamteindruck des Objekts enorm. Dabei ist vom Verarbeiter ein exzellentes Fingerspitzengefühl und ein hohes Verständnis für die eingesetzten Materialien Voraussetzung.

Nicht nur, aber auch der Wille zu einer solch authentischen Fassadensanierung macht das Grand Casino Luzern mit der malerischen Lage am Ufer des Vierwaldstättersees zu einem Ort der Begegnung, Unterhaltung und des Genusses für Augen, Ohren und Gaumen.



Bauinfo

Bauleitung/Baubegleitung: René J. Bächler, 6037 Root, Luzern, www.renebaechler.ch

Verarbeiter: Maler Mathis AG, 6014 Luzern, www.maler-mathis.ch

Verwendete Materialien: Histolith® Quarzgrund, Histolith® Aussenquarz, Histolith® Antik Lasur, Histolith® Ergänzungsprodukte
Produktinformation: Die Caparol-Marke Histolith beinhaltet historisch authentische Materialien, die ihren Einsatz in der tradi-tionellen Baudenkmalpflege finden. Objekt-
und untergrundbedingt werden dabei Bindemittel in Form von gelöschtem Kalk oder wasserlöslichem Kaliwasserglas eingesetzt. In der Kombination mit den dazugehörenden Mineralien als Füllstoffe und den anorganischen (mineralischen) Farbpigmenten wird der stolzen Geschichte von historischen Gebäuden Rechnung getragen.
Kontakt: DAW Schweiz AG (Caparol)
8606 Nänikon, Telefon 043 399 42 22
info@caparol.ch, www.caparol.ch 
 
Ausgabe "2015/6 - Dezember/Januar" bestellen
 
Text Xaver Wüst
Bild DAW Schweiz AG
 




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