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Keimfarben AG/Sarna-Granol AG – AquaROYAL PK
Vielfach erprobtes mineralisches AWD-System
 
Jede Generation lächelt über die Eltern, lacht über die Grosseltern und bewundert die Urgrosseltern – sagt man. Es ist noch nicht allzu lange her, da wurde die klassische 2K-Silikatfarbe vom Farbenmarkt als überholt, nicht mehr zeitgemäss und höchstens geeignet für die Denkmalpflege abgetan. Es wurde über diesen Farbklassiker, wenn nicht gelacht, so doch geschmunzelt. Heute erfreut sich Keim-Purkristalat, inzwischen die «Urgrossmutter» aller Industriefarben, bester Gesundheit, Gebrauchstauglichkeit und grosser Beliebtheit − gerade auch auf modernsten Fassaden mit einem reinmineralischen Sarna-Granol-Putz.

AWD-System – dickschichtig, mineralisch, hydroaktiv
Das Wärmdedämmverbund-System Aqua-ROYAL PK wurde in einer Zusammenarbeit der Sarna-Granol AG und der Keimfarben AG entwickelt. Charakteristisch für dieses Dämm-System ist der dickschichtige mineralische Putzaufbau aus dem Hause Sarna-Granol AG, kombiniert mit der zweikomponentigen Reinsilikatfarbe Keim-Purkristalat. Was zum Beispiel dem Betrachter des Scheuchzerhofs sofort ins Auge fällt, ist das kristalline Leuchten der Farbe, das die raue und leicht bewegte Putzstruktur kontrastreich unterstützt (siehe Beitrag auf den Seiten 16 bis 21).

Von der Stadt Zürich ausgezeichnet
Nicht sichtbar, aber ökologisch entscheidend ist der hydroaktive (sorbtionsfähige)und biozidfreie Aufbau der sorgfältig aufeinander abgestimmten mineralischen Schichten. Sicher mit ein Grund, warum der Scheuchzerhof die Auszeichnung «Nachhaltiges Sanieren 2012» von der Stadt Zürich verliehen bekam. So manifestieren sich am Scheuchzerhof wie an weiteren Referenzobjekten die Qualitäten soliden Maurer- und Malerhandwerks nicht nur in besonders ästhetischer, sondern auch in ökologischer Weise. Solches Handwerk kann freudig in die Zukunft blicken.


Neubau MFH Weinberglistrasse 29, 31, 33, 35 in Luzern
Das MFH-Wohnhaus an der Weinberglistrasse, ein 120 Meter langes Zeilenhaus mit 36 Wohnungen, liegt an prominenter, erhöhter Nordhanglage unmittelbar am Waldrand mit eindrücklicher Sicht auf die Stadt und das Luzerner Seebecken.

Beanspruchungen infolge des bekannten Phänomens der Tauwasserbildung, aber auch geringe Sonneneinstrahlung an der Südfassade wegen der Hanglage sowie kleine Vordachtiefen lassen Dauerfeuchte auf den Fassadenoberflächen vermuten und somit eine erhöhte Belastung durch Frost sowie ideale Wachstumsbedingungen für Algen, Pilze oder Bakterien. Um eine Ausbreitung des mikrobiologischen Bewuchses zu verhindern, werden Dünnschichtputzen Algizide und Biozide beigemischt. Der Regen wäscht die Giftstoffe über die Jahre aus, der angebliche Schutz entfällt und die Veralgung beginnt trotzdem. Weit schwerer aber wiegt der Nachweis der Eawag, des Wasserforschungsinstituts der ETH, dass die ausgeschwemmten Giftstoffe Kläranlagen und Gewässer belasten. Solche «Nebenwirkungen» wollte man an der Weinberglistrasse unbedingt verhindern.

Aktiver Beitrag zur Schonung der Umwelt
«Der AquaROYAL Dickputz auf mineralischer Basis besitzt die Fähigkeit, feuchteregulierend auf die bauphysikalischen Beanspruchungen, die auf die Fassadenoberfläche einwirken, zu reagieren», ist Bauleiter Angelo Fontanella überzeugt. «Die etwas höhere Wärmespeicherfähigkeit des AquaROYAL-Dickputzes gegenüber eines Dünnputzes und der reinmineralische Purkristalatanstrich tragen dazu bei, Dauer und Menge des anfallenden Oberflächentauwassers zu verringern. Gemäss den Systemlieferanten Sarna-Granol AG und Keimfarben AG gewähren diese Eigenschaften einerseits eine langlebige Fassade und andererseits den Verzicht auf Einsatz von Giftstoffen wie Algiziden und Bioziden. Durch AquaROYAL konnten wir einen Beitrag zur Schonung der Umwelt leisten, was eines der wichtigsten Kriterien für die Wahl des dickschichtigen, mineralischen und hydrophilen Systems darstellte», betont Fontanella.

Gestalterische und ausführungstechnische Aspekte
Der Kratzputz in rautenförmiger Struktur und die gewählte Sandfarbe verleihen dem Gebäude eine bewegte, ungleichmässige, «lebendige» Oberfläche. Die Ausführung war hinsichtlich Arbeitsablauf und Terminierung für Bauleitung und beteiligte Unternehmer eine Herausforderung. So musste zum Beispiel für einen perfekten reinmineralischen Anstrich die Luftfeuchtigkeit stimmen, auch durfte gemäss Maler Mathis während der Arbeit kein direktes Sonnenlicht auf die Fassade scheinen. «Das Material wurde von uns selber eingesumpft und pigmentiert», betont Mathis. Die Feststellung des Malermeisters zeugt von Berufsstolz und Freude an der material- und handwerkstechnischen Herausforderung beim Neubau MFH Weinberglistrasse in Luzern.

Weinberglistrasse 29, 31, 33, 35, Luzern
Bauherrschaft:
Allgemeine Baugenossenschaft Luzern, Peter Bucher, Leiter Bau
Architekturbüro: Bosshard & Luchsinger Architekten AG, Luzern
Bauleitung: Angelo Fontanella, Dipl. Architekt FH, Kriens
Wärmedämmsystem: AquaROYAL PK, Sarna-Granol AG und Keimfarben AG
Farbkonzept: Angelika Walthert, Farbberatungen, Luzern
Verarbeiter: Anliker AG, Luzern (Wärmedämmung); Maler Mathis AG, Luzern (Malerarbeit)


Wohnsiedlung Vrenelisgärtli, Zürich

Die Baugenossenschaftssiedlung mit 154 Wohnungen wurde zwischen 1930 und 1933 von der Genossenschaft Vrenelisgärtli mit Architekt Otto Gschwind erstellt. Aufgabe der Gesamtsanierung 2012 und 2013 war, den Wohnwert der Siedlung für die nächsten 25 bis 30 Jahre zu erhalten sowie die Gebäudehülle energetisch zu sanieren.

Die Wohnsiedlung Vrenelisgärtli zeichnet sich durch eine hohe städtebauliche und architektonische Qualität aus. Für den damaligen genossenschaftlichen Wohnungsbau verfügen die Häuser in verschiedener Hinsicht über eine gewisse Grosszügigkeit. Nebst den prägnanten Mansardendächern und den markanten, überhohen Treppenhäusern ist vor allem die horizontale Gliederung der massiven, verputzten Fassaden ein prägendes Gestaltungsmerkmal. Diese wird insbesondere mittels rückspringenden Fensterbändern, durchlaufenden Gurtgesimsen und teilweise über die Gebäudeecken hinaus gezogenen und rund abgeschlossenen Balkonbänder erreicht. Die Siedlung ist aufgrund ihrer städtebaulichen Bedeutung im ISOS, Inventar schützenswerter Siedlungen.

Mit der Fassadensanierung sollte der Charakter der Häuser erhalten und gleichzeitig der Wärmehaushalt wesentlich verbessert werden. Auf die Flächen wurden 14 cm und in die Leibungen 2 cm Dämmung aufgebracht. Die Gurtgesimse wurden mit Faserbetonelementen neu erstellt. Die moderat gewählte Dämmstärke, die Ausdruckskraft der Brüstungs- und Fensterbänder und das prägnante Mansardendach vermögen die aufgrund der Dämmung veränderten Proportionen der Fensterleibungen und des Dachvorsprunges im Gleichgewicht zu halten.

Wichtiger Beitrag des Dickschichtputzsystems
Die durch die Bänderung erzeugte Mehrschichtigkeit der massiven Fassade wird in Nuancen verstärkt. So wird neu die Profilierung im Sockelgeschoss weitergeführt, und die Brüstungs- und Fensterbänder werden mit unterschiedlicher Putzkörnung und Farbhelligkeit stärker akzentuiert. Das gewählte Dickschichtputzsystem leistet bei dieser Überlagerung von Massivität und Eleganz einen wichtigen Beitrag. Der mineralische Putz von Sarna-Granol erzielt zusammen mit der mineralischen Farbe von Keim die gewünschte lebendige Tiefenwirkung. Dank der Feuchteregulierung des Putzes kann auf die Beigabe von Bioziden und Fungiziden verzichtet werden, was den Anforderungen der Nachhaltigkeit entspricht. Insgesamt entspricht die natürliche Ausstrahlung des mineralischen Dickschichtputzes der Charakteristik der Häuser in idealer Weise und trägt somit wesentlich zu deren Erhaltung bei.

Differenzierte und zurückhaltende Farbigkeit
Das neue Farbkonzept baut auf der ursprünglichen, historischen Farbigkeit der Siedlung auf und nimmt auf den umliegenden Kontext Bezug. Die damals gleichartig gestalteten Häuser erhielten durch Gesimse und Bemalung eine dominierende, horizontale Gliederung. Die Fensterbänder waren etwas dunkler als die Brüstungsbänder. Dieses Prinzip prägt auch die neue Farbgestaltung der energetisch sanierten Fassaden.

Drei markante Häuserzeilen prägen das abfallende Gelände: die Häuserzeile an der Hofwiesenstrasse, die Häuserreihe am Wachterweg und die drei Häuser entlang der Seminarstrasse. Diese Gliederung am Hang wird durch unterschiedlich helle Umbrafarbtöne unterstützt, jede Häuserzeile bekommt einen anderen Helligkeitswert.

Die Häuserzeile an der Hofwiesenstrasse wird mit einem dunkleren Umbragrau im Bereich der Fensterbänder und einem etwas helleren Umbrabraun im Bereich der Brüstungsbänder betont. Die Gurten, Fensterbänke und die neuen Elemente bei Küche und Bad setzen sich mit einem helleren Beigegrau ab, und die Balkonuntersichten werden nochmals ein wenig aufgehellt. Die subtilen Farbabstufungen werden mit einer unterschiedlichen Korngrösse im Verputz − feines Korn bei den Fensterbändern, grobes Korn bei den Brüstungsbändern − und den hochwertigen Mineralfarben unterstützt. Durch die neue Fensterfarbe, ein dunkler Bronzefarbton mit Perlglimmer, erhält die Fassade einen moderneren Ausdruck. Talseitig bilden die tiefen, kirschroten Seitenvorhänge der Balkone einen edlen Akzent.

Der Wachterweg wird aktuell saniert und erscheint als Ganzes eine Stufe heller als die Hofwiesenstrasse. Die Farbgebung an der Seminarstrasse ist bereits umgesetzt; sie setzt sich nochmals heller vom Wachterweg ab. Die dunkleren Gurten, Fensterbänke und Elemente bei Küche und Bad prägen hier die horizontale Gliederung. Durch die differenzierte Hell- Dunkelabstufungen der Häuserzeilen entsteht Raum zwischen den Häusern; ein feines Licht- und Farbenspiel sowie interessante Ein- und Durchblicke können wahrgenommen werden.

Wohnsiedlung Vrenelisgärtli, Zürich
Bauherrschaft:
Baugenossenschaft Vrenelisgärtli, Zürich
Architekturbüro: Fahrländer Scherrer Architekten, Zürich
Bauleitung: Oppliger Baumanagement AG, Zürich
Wärmedämmsystem: AquaROYAL, Sarna-Granol AG und Keimfarben AG
Farbkonzept: Andrea Burkhard, Architektur und Farbe, Zürich
Verarbeiter: Robert Spleiss AG, Küsnacht (Wärmedämmung); Huggenberger Maler AG, Thalwil (Malerarbeit)


Gesamtsanierung Webermühle, Neuenhof

Das ehemalige Spinnereiareal Damsau prägte die Landschaft am Limmatknie seit 1865. Nach deren Stilllegung 1970 erstand die Immobilienfirma Ernst Göhner das Gebiet und erstellte mit der flügelradartigen Aufreihung von 13 Wohnblöcken die Siedlung Webermühle. Als städtische Grossform, komponiert in der üppigen Architektursprache der 80er Jahre, entstand das eigenständige, unabhängige Quartier zwischen Baden-Neuenhof und Wettingen. Das nach dem 2. Weltkrieg von Ernst Göhner (1900-1971) und dem Architekten Gottfried Schindler entwickelte Elemtbausystem bildete die Basis der Bauweise. Die zur Baurationalisierung entwickelte Vorfabrikation verleitete zur Stapelung der Einheiten, die zu diesen eindrücklichen Grossformen führten. Erstaunlicherweise wurde die Möglichkeit der präzisen Multiplikation nicht konsequent zu Ende geplant, respektive das Potential nicht radikal durchgesetzt. Die 368 Wohnungen beinhalten letztendlich 49 verschieden Typen.

Die einmalige Lage der Webermühle am Limmatknie mit den langen natürlichen Uferpartien weist einen hohen Erholungswert auf und gleicht einer autarken, friedlichen Insel. Die relativ wuchtigen Wohnhochhäuser sind aus der Nähe unaufdringlich. Das (noch brachliegende) Potential der Erdgeschossräume, der Zu- und Durchgänge verbindet sich mit einem differenziert gestalteten, fast überbordenden Aussenraumreichtum. Die Ausrichtung der Blöcke fördert die Ausblicke und reduziert die Einblicke, wirkt aber im heutigen Zustand als abweisend.

Dickschichtiges AWD-System mit Mehrwert
Die Wohnhochhäuser der Göhnerbauten mit ihren unterschiedlich gestrichenen Fassadenelementen in Beton werden im Rahmen der Gesamtsanierung aussen wärmegedämmt und mit neuen Fenstern und Dächern versehen. Mit der neuen Hülle wird einerseits die Siedlung energetisch optimiert und andererseits die zunehmend undichten Fugen geschützt. Das neue Kleid bietet Gelegenheit, die Bauten dem heutigen Zeitgeist entsprechend zu gestalten und neu zu interpretieren. Im Rahmen des zunehmenden Fokus der Bauhistorik auf diese Zeugen der Hochkonjunktur bietet sich weiter die Chance der Antwort zum adäquaten Umgang mit den Plattenbauten im Zuge der notwendigen Metamorphosen.

Zum Einsatz kommt das hydroaktive, -biozidfreie, hydrophile AquaROYAL-Dickschichtsystem mit mineralischen Farbanstrichen (Purkristalat). Dieser Mehrwert wiegt die Mehrkosten in der langfristigen Betrachtung auf.

Strategie der Fassadengestaltung
Die gewählte Strategie der Fassadengestaltung beruht auf der Interpretation des ursprünglich typischen Fugenmusters aufgrund der Platten. Die Strukturierung der Fassadenflächen spielt mit dem historischen Fugenbild und richtet sich neu nach der Geometrie und den Positionen der verschiedenen Fenstertypen. Die so entstehenden, unterschiedlichen arrangierten Bänder bilden sich aus einer Abfolge von breiten vertikalen und horizontalen Streifen. Mit der neu nun höheren Zahl horizontaler Streifen wird einerseits der Massstab der Gesamtwirkung zurückgenommen und andererseits die technische Machbarkeit vereinfacht, indem in der Umsetzung Tageswerke erstellt werden können.

Mit eigens hergestellten Traufeln konnte das gewünschte Relief der Oberflächen (Rillen) umgesetzt werden. Die verschiedenen Farbapplikationen unterstützen diese Absicht mittels kleinteiligeren Rillenfeldern und übergreifenden Farbnuancen. Der Grundputz sowie die Rillentäler sind bei allen Blöcken in einem zurückhaltenden Crème gehalten. Die einzelnen Blöcke erhalten je eine leicht andere Farbpalette auf die Rillenkrone gestrichen. Die übergreifenden Farbnuancen variieren in den einzelnen Feldbereichen. Je nach Abstand und Sichtbezug mischen sich die Fassaden zu neuen Farbklängen aufgrund des Schattenwurfs der Rillen und des Kontrasts zwischen Grundton und der Farbpalette der Rillenkronen.

Ein warmer, kräftiger Grauton betont den Sockelbereich der Gebäude und stärkt die je unterschiedlich farbigen Windfangbereiche der Eingänge. Die Liftschächte sowie Brüstungen der Balkone werden glatt verputzt, ohne Rillen und im Grundton gehalten.

Die gesamte Haustechnik wird ersetzt und die Wärmeerzeugung mit einer Flusswasserwärmepumpe ergänzt. Das Gesamtpaket der getroffenen Massnahmen entspricht gemäss erster Einschätzung (SIA 2040) den Vorgaben der 2000 Watt Gesellschaft.

Hommage an die Fugen und Module der alten Plattenbauten
Die vier in einer Windmühlenform angeordneten und als Betonplattenbauten aus der Gönerzeit ausgeführten Wohneinheiten werden mit einer Aussenwärmedämmung eingepackt. Dabei geht der Charakter der alten Substanz verloren, Fugen und Platteneinteilungen sind nicht mehr sichtbar.

Die Bauherrschaft wünschte eine bestehende Überbauung mit einem neuen Gesicht. Lässt sich dennoch die Idee der Platten, der einzelnen Betonelemente neu interpretieren? Lea Mergenthaler, raum.werk.plus, beschreibt die Herausforderung der anspruchsvollen Aufgabe wie folgt:

«Wir haben uns mit der Logik der Platten und einzelner Modulen auseinandergesetzt. Der Rhythmus der alten Platten sollte uns zum neuen Raster führen. Das Fugenbild der heutigen Platten soll neu interpretiert und in der Putzstruktur wieder erkennbar gemacht werden. Im übertragenen Sinn symbolisieren die Rillen heute die Fugen, die breiten Bänder den neuen Raster. Mit den unterschiedlichen Felderbreiten wird die Vielfältigkeit der alten Module aufgezeigt. Die leichte Farbigkeit ist aus dem Beton abgeleitet. Beton besteht aus verschiedenen Kieselsteinen, deren Buntheit nun aufgelöst in einer Farbe pro Hausblock wiedergegeben wird. Der Putz erscheint bei allen Gebäuden in demselben hellen Farbton, wobei jedem Gebäude je ein anderer Buntton zugeordnet wird. Die vier unterschiedlichen Rasterbreiten werden in verschiedenen Helligkeitsstufen in der Vertikalen unterteilt. Die horizontalen Fensterbänder entsprechen dem Grundton der Fassade und setzten sich daher nochmals ab. Der Buntton wird nur auf dem Rillenrücken aufgetragen, wodurch neue Mischfarbnuancen entstehen. An der Fassade erscheint ein Karreemuster, das die Anzahl der wirklich vorhandenen Farbtöne kaum mehr abschätzen lässt. Gleichzeitig unterstreichen die Nuancen sanft die Vielfältigkeit der alten Plattenbauten.»

Webermühle, Neuenhof
Bauherrschaft:
Credit Suisse Real Estate Fund, Living Plus, Zürich
Architekturbüro: Architektengemeinschaft 4, Aarau und Luzern
Wärmedämmsystem: AquaROYAL, Sarna-Granol AG und Keimfarben AG
Farbkonzept: Lea Mergenthaler, raum.werk.plus, Luzern
Verarbeiter: Laski GmbH, Windisch


Was all diese Objektbeispiele zeigen…

Traditionelles Handwerk und traditionelle Materialien leisten im Kontext modernster Wärmedämm-Standards wie zum Beispiel Minergie einen Unverzichtbaren Beitrag für individuell gestaltete und nachhaltige Fassadenlösungen. 
 
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