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Natürliche Baumaterialien
Traditionelle Handwerkstechniken
 
In Vergessenheit geratene natürliche Baumaterialien und Handwerkstechniken, verloren geglaubtes Know-how früherer Handwerksgenerationen werden heute wieder neu entdeckt und gelangen in der Denkmalpflege, zunehmend aber auch in der modernen Architektur zur Anwendung. Grundlage dieser «Bewegung» ist ein Handwerk, das sich seines traditionellen Werts, gleichzeitig aber auch seines Potentials in der modernen Zeit bewusst ist.

Ein Handwerker, dessen Herz für die Einzigartigkeit natürlicher Baustoffe und Techniken schlägt, ist Gerold Ulrich. Er trägt mit seinem Wissen und Können wesentlich zur Wiederbelebung eines (beinahe) verlorengegangenen Handwerks bei.

Kalkglätte wiederentdeckt
Die Kalkglätte wurde bereits von den Römern verarbeitet und war in unserem Raum bis in die Barockzeit weitverbreitet, dann aber in Vergessenheit geraten. Der Rohstoff Kalkstein wird im Kalkofen gebrannt, und daraus wird der Kalkstein in einem speziellen Verfahren gelöscht. Durch dieses Verfahren kann die Glätte ohne jegliche Zuschläge wie Sand oder Marmormehl hergestellt werden. Die starke Verdichtung bei der Verarbeitung ergibt eine hohe Festigkeit. Wasserbeständig wird die Kalkglätte, indem sie noch im feuchten Zustand mit Kaliseife behandelt wird. Kalkglätte findet Verwendung in der Denkmalpflege und bewährt sich hervorragend im ökologischen Bau in Nasszellen, an Wänden und Fussböden. Sie bietet vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten, kann fugenlos verarbeitet und in verschiedenen Tönen eingefärbt werden. Sie ist angenehm im Kontakt und gibt dem Raum eine natürliche Wirkung.

Kalkmörtelboden
Der Kalkmörtelboden weist ein Stärke bis zu 10 cm auf. Da Versuche mit hydraulischen Kalken keine befriedigenden Ergebnisse brachten, entscheidet man sich mit Vorteil auf ursprünglich verwendete Materialien und Arbeitstechniken. So besteht ein grober Mörtel aus Luftkalk, Kies und Sand aus einer abgestimmten Mischung. Pigmente, die der zweiten Mischung beigefügt oder partiell in Fresko aufgetragen sind, sorgen für die erforderliche Farbigkeit. Eine geölte Verseifung verleiht der Oberfläche die richtige Brillanz und schützt vor Verschmutzung.

Fugenloser Bodenbelag auf rein ökologischer Basis
Gerold Ulrich, der in Sachen Lehm häufig mit dem Vorarlberger Lehmpionier Martin Rauch zusammenarbeitet, setzt auf unverfälschte Rezepturen, zusammengesetzt aus reinen Rohstoffen wie Lehm, Sand und Pigmenten. Eine seiner Spezialitäten sind Lehmspachtelböden, die nur mit Kasein – einem Milcheiweiss – gebunden sind. Hier handelt es sich um einen fugenlosen Bodenbelag auf rein ökologischer Basis. Die Technik der Lehmkaseinböden ist eine preisgünstige und erprobte Methode, auf bestehendem Boden eine strapazierfähige Lehmoberfläche einzubauen. Der Lehmkaseinboden besteht aus einer ausgesuchten Lehmrezeptmischung, die mit Kasein (Milcheiweiss) vergütet wird und auf entsprechend vorbehandelte Untergründe dünn aufgezogen und mit Öl und Carnaubawachs oberflächenbehandelt wird. Lehmkaseinböden sind fugenlos in einem Arbeitsgang einzubauen; der Untergrund muss fest sein und sorgfältig vorbereitet werden. Die Farbpalette ist unbegrenzt und reicht von allen Erdfarben bis hin zu mit Farbpigmenten eingefärbten Böden. Die verfügbaren Mischungen weiss, gelb, rot und schwarz können je nach Zwischentönen miteinander vermischt oder je nach Bedarf mit bis zu fünf Prozent Erdpigmenten ergänzt werden. Beim Lehmkaseinboden ist die Handarbeit für Erscheinungsbild und Bodenqualität entscheidend. Faszinierend an den Kaseinböden ist die ökologische und gestalterische Qualität. Alle verwendeten Materialien sind ungiftig. Bodenreste können problemlos über den Kompost entsorgt werden.

Kontakt
Gerold Ulrich GmbH,
9444 Diepoldsau und A-6822 Satteins,
Telefon 0043 5524 23 47
austria@geroldulrich.com
switzerland@geroldulrich.com
www.geroldulrich.com
 
 
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Text Gerold Ulrich
Bild Hanspeter Schiess
 
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