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Tapeten heute und gestern
Wie entstehen Tapeten?
 
Wie entstehen Tapeten? Wie kommt man zur eigenen individuellen Tapete? Mit welcher Technik wird sie gefertigt? Fragen und Antworten zum Thema «Tapeten heute und gestern» von Dieter Ulbrich am Designers’ Saturday 2012.

Die Jury der Landesgruppe der Schweiz der ICOMOS (Internationaler Rat für Denkmalpflege) verlieh vor kurzem dem Hotel Ofenhorn den Spezialpreis 2013 für das historische Hotel des Jahres. Die Auszeichnung hat den Zweck, wertvolle Bausubstanz zu erhalten und das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Erhaltung historischer Hotels und Restaurants zu stärken.

Ein weiteres neues Projekt ist die Jugendstil-Tapete im Hotel Pax Montana in Flüeli-Ranft (siehe COVISS 8/2011) − eine Herausforderung, die ebenfalls in Zusammenarbeit zwischen Tapetenfachmann, Architekten, Denkmalpflege und Tapetendrucker gelöst wurde.

Tapeten zu fertigen, die dem Original aus der Zeit in Material und Drucktechnik nahe kommen, kann nicht im Digitaldruck gelöst werden. Man hätte lediglich eine Kopie, die weder in der Wirkung der Leimfarbe noch in der Drucktechnik der Vorlage entspricht. Der Erhalt kulturhistorischer Tapeten ist eine Aufgabe, die mit dem Erhalt von Gebäuden verglichen werden kann; sie vermitteln uns einen tiefen Einblick in die Wohn- und Lebensform der Vergangenheit.

Das reinste Naturprodukt
Die in der Drucktechnik, die ab 1790 den Rollendruck möglich machte, hergestellten Tapeten sind nicht nur ein handwerkliches Zeugnis, sie sind nach heutigen Kriterien das reinste Naturprodukt. Ungebleichtes Papier, Kreide und Leinöl sowie natürliche Farbpigmente sind die Bestandteile solcher Tapeten − hergestellt wie vor der Zeit der synthetischen Farben.

Am Designers’ Saturday bei Girsberger zu sehen
Einerseits werden Analyse, Aufbau und Druck der Rekonstruktion aus alten Fragmenten erläutert. Dies mit Beispielen von kürzlich fertiggestellten und teilweise preisgekrönten Arbeiten für zwei Schweizer Hotels (Ofenhorn in Binn und Pax Montana in Flüeli-Ranft). Zum anderen wird die Entstehung der Kollektion «Vom Objekt zum Raum» des Atelier Oï dargestellt, die von der holländischen VESCOM gedruckt wird. Aus der Ausstellung «Möbel und Räume Schweiz» im Landesmuseum Zürich entstanden Tapeten, deren Motive und Farben dank modernster Digitaltechnik dem jeweiligen Objekt angepasst werden können. Präsentiert werden Musterkombinationen und Unis mit ihren Vorbildern, den Möbeln.

Die Kollektion «Vom Objekt zum Raum» ist die erste Tapetenkollektion des Atelier Oï. Das mehrfach ausgezeichnete und mittlerweile international bekannte Design-Atelier pflegt eine eigene und für das Gelingen der Entwürfe wichtige Arbeitsweise. Zentraler Bestandteil dabei ist die umfangreiche Material-Bibliothek mit dem gesammelten Wissen früherer Arbeiten aus den 21 Jahren des Bestehens der Ideenschmiede aus La Neuveville. Das Atelier Oï prägt zweifellos die aktuelle Schweizer Designszene, ihre Architektur, Innenarchitektur, und ihre Produkte trifft man überall auf der Welt.

Mit modernem Digitaldruck, mit gutem Design auf wertvollem Material und dem leider im Aussterben begriffenen Leimdruck für Rekonstruktionen sehen Architekten und Innenarchitekten zwei völlig unterschiedliche Herangehensweisen zur Gestaltung von Tapeten. Dieter Ulbrich präsentiert sie am Wochenende des Designers’ Saturday vom 2. bis 4. November 2012 in den Räumen von Girsberger AG in Bützberg. 
 
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Text Suzanne Schwarz
Bild z.V.g.
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