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Greutol AG
Energetische Fassadensanierung – halbierter Energieverbrauch
 
Wer Brunnen (SZ) auf der Gersauerstrasse verlässt, übersieht das 55 Meter hohe, aus den 1970er Jahren stammende, zwischen See und Bergen gelegene Hochhaus kaum. Auch die Bautafel am Strassenrand nicht. Sie weist schwarz auf weiss auf satte fünfzig Prozent Ersparnis beim Heizenergieverbrauch hin, auf 70‘000 Liter Heizöl, die dank einer erfolgreich durchgeführten energetischen Fassadensanierung am Hochhaus Schiller A in Brunnen jährlich eingespart werden.

Das höchste Wohnhaus im Kanton Schwyz wurde 2011 mit einem Sanierungskredit von fünf Millionen Franken saniert. Die Arbeiten umfassten eine 16 Zentimeter dicke Fassadenisolation, ein neues Flachdach, den Ersatz der Fenster, Sonnenschutzeinrichtungen sowie eine vollständig wärmegedämmte Balkonverglasung. Die Fassadenhülle des Hochhauses wurde mit dem GREOTHERM System M der Greutol AG energetisch saniert, einem dünnschichtigen Aussenwärmedämmsystem mit Flumroc-Dämmplatten. Das System mit dem mineralischen Dämmstoff entsprach der Brandschutzrichtlinie, wonach Hochhäuser in jedem Geschoss einen umfassenden und mit der Geschossdecke verbundenen, mit Feuerwiderstand EI90 (nbb) ausgeführten Schutzstreifen von 0,9 Metern Höhe haben müssen, voll und ganz. Auch erschien der Bauherrschaft das Kosten-/Nutzenverhältnis einer energetischen Sanierung mit GREOTHERM System M ausgewogen und deshalb grundlegend für eine erfolgreiche Realisierung.

«Der Aufwand lohnte sich», ist Fassadenbauer Werner Blaser von der Anliker AG überzeugt. «Durch die energetische Sanierung wurden nicht nur die gemeinsamen Teile der STWEG-Liegenschaft aufgewertet, auch jede Stockwerkeinheit gewann an Wert – das zahlt sich bei einem späteren Verkauf aus. Ausserdem können nun die Nebenkosten stark gesenkt werden.»

Zustimmung – sorgfältige Planung und Kommunikation
Dass die 97 Eigentümer schliesslich ja zu einem Fünfmillionenprojekt sagten, auch wenn der Erneuerungsfonds nur gerade 750‘000 Franken enthielt, grenzt an ein Wunder. Möglich wurde es vor allem dank umsichtiger Kommunikation und Planung – und der ausgezeichneten System- und Beratungskompetenz von Greutol. So hatte zum Beispiel die erste Kostenschätzung der Architekten – nicht zuletzt dank Unterstützung der Greutol AG bei der Devisierung − bereits die Genauigkeit eines Kostenvoranschlags von ±10 Prozent, was für die Realisierung des Projekts von grosser Bedeutung war. «Je genauer die Kosten in der frühen Phase ermittelt werden, desto eher kommt man bei einer Abstimmung der STWEG zu einem positiven Entscheid», berichtet Projektleiter Thomas Blattmann aus Erfahrung. Genügend Vorlaufzeit sei bei so grossen Auftragsvergaben das A und O, ist Blattmann überzeugt.

Dass die bestehenden Balkonnischen in den Dämmperimeter integriert wurden, ist ein weiterer entscheidender Faktor für das Zustandekommen der Fassadensanierung. Damit wurde zusätzlicher Raum geschaffen, und auf die Mehrausgaben von über eineinhalb Millionen Franken für eine aufwendige Dämmung der Balkonnischen, für neue Fenster sowie für den Sonnenschutz in diesem Fassadenbereich konnte verzichtet werden.

5‘500 Quadratmeter Fassadensanierung – vielseitige Herausforderung
Wird eine bestehende Fassadenfläche von nicht weniger als 5‘500 Quadratmetern isoliert, hat diese einiges an zusätzlichem Gewicht auszuhalten. Abklärungen mit einem Ingenieur lieferten die Gewissheit, dass die Belastung vom bestehenden Zweischalenmauerwerk – bestehend aus zwei Zentimetern konventionellem Putz, zwölf Zentimetern Bachstein, drei Zentimetern Dämmung und fünfzehn Zentimetern Bachstein − aufgenommen werden kann.

Baualltag am Objekt – professioneller Umgang mit Belastungen
Der Umbau brachte viel Staub mit sich, vor dem sich die Handwerker mit einer entsprechenden Ausrüstung schützen mussten. Bei sommerlicher Hitze war dies für die Betroffenen eine nicht zu unterschätzende Belastung. Aber auch die Bewohner des Hochhauses mussten während der Bauzeit einiges aushalten. Wenn über 30’000 Dübel (!) in die Fassade gebohrt werden, bedeutet das unvermeidlichen Lärm im ganzen Gebäude. «Wir versuchten, die Bewohner wöchentlich mit einem Bauprogramm zu informieren», beschreibt Projektleiter Thomas Blattmann eine der so wichtigen kommunikativen Massnahmen für ein gangbares Nebeneinander von Bewohnern und Handwerkern während der Bauzeit. «Terminverschiebungen bei einem Tagesprogramm zu organisieren, war herausfordernd. Die Bewohner wurden mehrere Wochen vor den jeweiligen Terminen informiert, damit der Zugang zu den Wohnungen gewährleistet war. Bei einem Lieferproblem der Verglasungen zum Beispiel mussten dann die gesamten Termine nach hinten geschoben werden, was bei mehreren Dutzend Parteien grosse Anstrengungen erforderte.» Auch konnten die Abdeckarbeiten an den Fenstern nicht während Wochen belassen werden, waren doch die Wohnungen die ganze Zeit bewohnt. Somit musste die Abdeckung nach jedem Arbeitsschritt wieder entfernt werden. «War das nicht der Fall, meldeten sich die Bewohner bei der Bauleitung», erinnert sich Blattmann. Ein Grossteil des Koordinationsaufwands entstand aber auch deshalb, weil die Arbeiten der Fensterbänke und Fassade an unterschiedliche Unternehmer vergeben wurden und die Liefertermine der einzelnen Etappen nicht immer eingehalten werden konnten. Hinzu kam, dass Unebenheiten im bestehenden Mauerwerk von bis zu vierzig Millimetern innerhalb von zwei Metern Probleme bei den Fensterbankanschlüssen verursachten. «Die Planung und Lieferung der Fensterbänke würde ich nach wie vor einem Dritten vergeben, die Montage jedoch müsste zwingend die Fassadenequipe übernehmen», stellt Blattmann nach Abschluss der Arbeiten selbstkritisch fest.

Gerüstläufe – immer wieder ein Thema
Unterschiedliche Putzstrukturen und Farbtonunterschiede, wie sie an den Gerüstläufen bei unsachgemässer Verarbeitung auftreten, wollte man unbedingt vermeiden. So hatte der Unternehmer die Freiheit, selber zu entscheiden, wann er welche Arbeiten ausführte. Dies bedeutete, dass bei Regen kein Abrieb erstellt oder bei Wind die Fassadenseite gewechselt werden musste… Koordinationsaufwand für die Unternehmer erforderte vor allem aber die Höhe des Gebäudes. Bis sich alle Materialien am richtigen Ort befanden, waren riesige Anstrengungen nötig. Und mit nur einem Fassadenlift mussten die Transportzeiten untereinander gut abgesprochen werden. «Dank der Übersicht und den Überlegungen unseres Vorarbeiters gelang es diesem, die kürzesten Transportwege zu koordinieren. Da das Materialdepot begrenzt war, mussten die Materialien und die Transporte auf das Datum genau bestellt werden», berichtet Bauführer Werner Blaser, Anliker AG, verantwortlich für den termingerechten und wirtschaftlichen Ablauf der Fassadendämmung sowie für die Qualität der Arbeiten. In konkreten Zahlen ausgedrückt, handelte es sich beim Material um 880 Kubikmeter Flumroc-Dämmplatten, 50‘000 Kilogramm Klebe- und Einbettmörtel, 16‘000 Kilogramm Deckputz und 2‘800 Kilogramm Fassadenfarbe. Letztere wurde von fünf im Einsatz stehenden und auf den Gerüstläufen verteilten Malern nass in nass gestrichen. Malerunternehmer Norbert Micheletto weiss, dass die optimale Verteilung seiner Mitarbeiter auf dem Gerüst und die im Voraus bereitgestellten Kessel mit Reservefarbe ab dem sechsten Lauf ein über die Gerüstläufe hinweg ansatzfreies Anbringen der moorgrauen Fassadenfarbe GreoColor OptiTop ermöglichte. Da das Gebäude an exponierter Lage steht und vom Vierwaldstättersee her sehr gut zu sehen ist, informierten die Planer rechtzeitig den Schutzverband Vierwaldstättersee über das Vorhaben und das Farbkonzept, worauf Farbmuster an der Fassade erstellt worden waren. Dabei war immer Ziel, den Helligkeitsbezugswert der Farbe nicht unter 30 fallen zu lassen, da sonst eine doppelte Netzeinbettung nötig gewesen wäre. Darüber hinaus habe die zur Anwendung gekommene Farbe sich durch Ausgiebigkeit und beste Verarbeitungseigenschaften ausgezeichnet, lobt Micheletto das Produkt der Greutol AG. Vor allen Dingen freut ihn aber, mit seinen Arbeiten am Hochhaus bewiesen zu haben, «dass auch kleinere Betriebe solch grosse Aufträge sauber und effizient ausführen können». Die Greutol AG kontrollierte und beurteilte zusammen mit der Bauherrschaft und den Projektverantwortlichen Qualität und Resultat aller Fassadenarbeiten während und nach Beendigung der Bauzeit, was für alle Beteiligten und die Gewährung der Systemgarantie wichtig ist.

Fazit – aussergewöhnliches Projekt erfolgreich umgesetzt
Das Hochhaus Schiller A mit einer Höhe von 55 und einem Umfang von 141 Metern stellte ungewöhnliche Anforderungen an Leute und Material. Bei der Sanierung Schiller A konnten die Kosten, die Termine und die Qualität eingehalten werden. Der überdurchschnittliche Einsatz sämtlicher Beteiligter machte ein Gelingen möglich. 
 
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