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Gemeindesaal Männedorf
Mit Rebenmotiven bedruckte Gipsplatten
 
Der neue Gemeindesaal in Männedorf ist Teil des Gesamtkonzeptes «Zentrum Leue». Er bietet Platz für Versammlungen und Veranstaltungen aller Art. Sein Inneres ist einem Festzelt nachempfunden. Wände und Giebeldach bestehen aus einer Vorsatzschale mit teils absorbierenden, teils reflektierenden Lochplatten und Gipsbauplatten. Diese sind mit Holzprofilen eingefasst, was den Zeltcharakter betont. Die Platten wurden vor der Montage mit einem Traubenmotiv bedruckt, das die Weinbautradition von Männedorf symbolisiert, und schliesslich auf die bis zu sieben Meter hohe Unterkonstruktion aus Megastil-Profilen geschraubt.

Rigips Trophy − Architekten und Handwerker an einem Tisch
Im Rahmen eines Galaabends hiess Rigips am 24. Februar 2012 alle Architekten und Handwerker im Hotel Schweizerhof in Luzern willkommen, die letztes Jahr ihre Objekte für die Rigips Trophy 2012 eingereicht haben und endlich den lange erwarteten Juryentscheid erfahren wollten. Die Jury bestand aus Architekten und Trockenbauspezialisten. Der sehr gut organisierte, unterhaltsame und feierliche Abend hatte nebst der spannenden Enthüllung der Siegerobjekte den erwünschten Effekt, dass Architekten und Handwerker an einem Tisch versammelt waren – weil sie am Bau gemeinsame Sache gemacht haben und sich nun zusammen über den verdienten Erfolg freuen und diesen feiern wollten.

Die Hauptgewinner
Die Rigips Gold Trophy 2012 ging an die Architekten und Trockenbau-Handwerker, die für den Umbau des Alten Zeughaus (Obergericht/Studienbibliothek), Zug, verantwortlich waren: das Architekturbüro Graf Stampfli Jenni Architekten AG in Solothurn und das Gipserunternehmen Dämmtech. Nottwil GmbH.
An der unvergesslichen Trophy Gala in der Leuchtenstadt wurden ausserdem die Trockenbauarbeiten im Besucherpavillon Rehaklinik Bellikon (Architektur Lischer Partner AG, Luzern, Trockenbau Nüssli Schweiz AG, Hüttwilen) und in der Banque Cantonale de Fribourg in Bulle (Architektur Christophe Münster in Fribourg, Trockenbau Georges Sauteur SA, La Tour-de-Trême und Pecoplâtre SA, Bulle) mit Silber und Bronze ausgezeichnet (siehe auch COVISS 2/2012).

COVISS gratuliert den Ausgezeichneten herzlich. Mit vorliegendem Artikel würdigt das Magazin ein ebenfalls für den Wettbewerb eingereichtes Objekt, das zwar mit keiner Trophy beehrt werden konnte, jedoch nicht weniger durch einen sehr feinen, gestalterisch einfallsreichen und dennoch «einfachen» und deshalb realisierbaren Ansatz auffällt.


Zusammen mit dem Reformierten Kirchgemeindehaus und einem Geschäftshaus bildet der neue Gemeindesaal ein Ensemble um den Mittelwiesplatz in Männedorf. Der neue Saal ersetzt den alten, bis anhin für Versammlungen genutzten Kirchgemeindesaal an gleicher Stelle und bietet zusätzlichen Platz für Versammlungen und Veranstaltungen aller Art.

Wie in einem Festzelt
Die neue Grosszügigkeit im Innern gleicht einem Festzelt. Verstärkt wird der Zeltcharakter durch vertikale Holzleisten. Die Wände im unteren Bereich bestehen aus einer Vorsatzschale, beplankt mit absorbierenden und reflektierenden Lochplatten, im oberen Bereich mit reflektierenden Gipsbauplatten. In der Dachschräge wurde eine ebenfalls reflektierende, abgehängte Decke montiert.

Oberflächengestaltung mit grosser Raumwirkung
Für die Saaloberflächen wurde eine günstige Oberflächengestaltung mit grosser Raumwirkung gesucht. Neben dem Bezug zum Aussenraum trägt die Oberflächengestaltung auch zu einer hohen Aufenthaltsqualität bei und vereinbart diese gleichzeitig mit allen technischen Anforderungen wie zum Beispiel Akustik und Lüftung. Ziel war es, ein Standardprodukt zu verwenden, das sich möglichst individuell gestalten lässt und so zu einer gehobenen Gesamterscheinung beiträgt. Gipsplatten erfüllen die akustischen Anforderungen an Wände und Decken bestens und können zugleich die technischen Installationen integrieren und überdecken. Nach einigen Experimenten war es möglich, sämtliche Gipsplatten mit einem Tintenstrahldrucker zu bedrucken. So liess sich eine individuelle und kostengünstige Saaloberfläche realisieren.

Gipsplatten mit einem Tintenstrahldrucker bedruckt
In Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Unternehmen wurde ein gangbarer Weg gefunden, die Kartonummantelung mit einem Tintenstrahldrucker zu bedrucken und so ein Trauben-/Rebenmotiv auf der ganzen Wand- und Deckenoberfläche anzubringen. Das Motiv nimmt die Tradition von Männedorf als Winzer- und Handwerkergemeinde auf. Schon die Fassade (Streckmetallnetz) und die runden Leuchtkörper (Trauben) lassen dieses Thema anklingen. Vor dem Bedrucken wurden die Gipsplatten von Rigips auf das endgültige Mass zugeschnitten, anschliessend bei der Druckerei bedruckt und von einer Schreinerei passgenau montiert. Seitlich werden die Gipsplatten von Eichenleisten gehalten und leicht überdeckt. So konnte auf die Platte eine Kennzeichnung aufgedruckt werden, die die Montage erleichterte.


Bauinfo

Auftraggeber:
Gemeinde Männedorf

Planung und Realisierung: SAM Architekten und Partner AG, Zürich

Ausführung Saaloberflächen: bbf Weber, Fehraltdorf

Bedruckung Saaloberflächen: Atelier Bischof AG, Tübach

Trockenbau-Systeme: Rigips AG, Mägenwil

Termine: Planungsbeginn im Oktober 2006, Baubeginn im August 2009, Bezug im Juni 2011
 
 
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Text COVISS
Bild Dominique Marc Wehrli
 
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