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Keimfarben AG
Der mineralische Weg auf Holz
 
Seit jeher prägt die Keimfarben AG mit ihrem Farbenangebot den mineralischen Weg. Mit KEIM Lignosil soll nun dieser mineralische Weg auch auf Holz, einem klar organischen Untergrund, gut sein. Fragen an den Produktmanager Lignosil, Keimfarben AG.

Passt das dezidiert Mineralische von KEIMFARBEN überhaupt zum typisch Organischen des Trägermaterials Holz?

Peter Treitz: Den mineralischen Weg geht KEIMFARBEN seit über 130 Jahren. Fast ebenso lang existiert auch der Wunsch, die Vorteile von Silikatfarben, respektive die absolute UV-Stabilität des Bindemittels und der Farbpigmente, auf den Untergrund Holz zu transferieren. Belege erster Versuche von Adolf Wilhelm Keim finden sich bereits in den «Technischen Mitteilungen für Malerei». Den mineralischen Weg dabei zu verlassen war und ist nie ein Ziel gewesen. Vielmehr arbeiteten die Entwickler bei KEIMFARBEN über 20 Jahre im Rahmen eines Forschungsprojekts mit der Unterstützung namhafter Institute an dem Transfer des Erfolgsmodells Silikatfarbe. Mit der mineralischen Verbundbeschichtung KEIM Lignosil ist uns dies gelungen. Sehr wohl sprechen für das Mineralische von KEIMFARBEN nicht nur technische, sondern auch ästhetische Gründe, auch auf dem organischen Untergrund Holz. Die aussergewöhnliche, gleichbleibende matte und mineralisch anmutende Oberflächenoptik einer KEIM Lignosil-Beschichtung bedeutet ein natürliches Gesamtbild, das sich harmonisch in die Objektgestaltung einfügt.

Welche Oberflächen-Effekte lassen sich mit Lignosil erzielen?

Peter Treitz: Die bei KEIM Lignosil ausschliesslich verwendeten rein anorganischen Pigmente sorgen für jahrzehntelange Farb-tonstabilität. Ihre Leuchtkraft entfaltet sich unter der Einwirkung von Licht in voller Pracht an der Fassade. Die stabile Farbbrillanz sorgt ferner dauerhaft für ästhetische farbige Fassaden. Diese Einzigartigkeit eröffnet völlig neue Möglichkeiten in der Holzbeschichtung und sorgt durch seine extreme Langlebigkeit für beste Argumente eines vermehrten Einsatzes von Holz an der Fassade.

Wer mit Keimprodukten arbeitet, kommt in der Regel ohne Grundierung aus. Nun verlangt das System KEIM Lignosil zwingend nach einer Grundierung (Lignosil-Base), womit das Holz für den darauffolgenden silikatischen Aufbau vorbereitet sein soll. In der Anwendung von Keimprodukten gleicht dies beinahe schon einem Paradigmenwechsel…

Peter Treitz: Die Bezeichnung Verbundbeschichtung beschreibt bereits den Lösungsweg, den KEIMFARBEN gefunden hat. Die in der Grundierung Lignosil-Base enthaltenen silikatischen Feinstfüllstoffe dienen als Reaktionspartner für das silikatische Bindemittel in der Farbbeschichtung Lignosil-Color. Dies ist unabdingbar für einen dauerhaften Verbund zwischen dem organischen Untergrund Holz und der mineralischen Farbbeschichtung Lignosil-Color − und verbindet alle Vorteile der mineralischen Beschichtung mit dem Untergrund Holz. Das Wort Verbund klingt dabei recht trivial, jedoch wird der hohe Innovationsgrad durch das europäische Patent für das System und die Produkte unterstrichen.

Wo kommt KEIM Lignosil zum Einsatz? Innen oder aussen? Deckend oder lasierend? Mit welchen Vor-teilen?

Peter Treitz: Das KEIM Lignosil-System kommt überwiegend im Aussenbereich zum Einsatz. Wobei es seine Vorteile wie hervorragender Feuchteschutz, extreme Witterungsbeständigkeit, absolute Lichtechtheit und UV-Stabilität voll ausspielen kann. Im Renovationsfall kommt ein weiterer hinzu, der geringe Material- und Arbeitsaufwand. Bei einer Renovation ist es in der Regel ausreichend, die verwitterte Lignosil-Oberfläche zu reinigen und diese mit Lignosil-Color zu überarbeiten. Eine erneute Grundierung mit Lignosil-Base ist dabei nicht erforderlich. Die ältesten, deckend mit KEIM Lignosil beschichteten und bis heute nicht renovierten Objekte stammen aus dem Jahr 1996 und stehen in der Nähe von Oslo. Deckend ausgeführt oder mineralisch lasiert, gehobelt oder sägerau – bei der Gestaltung von Holzoberflächen sind durch das unerschöpfliche Spektrum der Mineralfarben keine Grenzen gesetzt. Dieses schöpfe-rische Potenzial lässt sich sogar in den Innenbereich übertragen, wo ein speziell für innen konzipiertes Lignosil-Inco zum Einsatz kommt, welches in jeglicher Verdünnungsstufe von deckend bis transparent eingesetzt werden kann.

Worin unterscheidet sich der Holzschutz mit KEIM Lignosil von einem herkömmlichen mit Öl-, Dispersions- oder Alkydharzfarbe?

Peter Treitz: Herkömmliche Holzbeschichtungen haben, je nach Qualität und Belastungssituation, lediglich eine begrenzte Lebensdauer, resultierend in Renovierungszyklen von nur drei bis sieben Jahren. Dies ist auf die beschränkte UV-Beständigkeit sowohl des organischen Bindemittels als auch der mehrheitlich verwendeten organischen Pigmente zurückzuführen. Die in den KEIM Lignosil-Farbprodukten verwendeten anorganischen Bindemittel Wasserglas und Kieselsol sind hingegen absolut UV-stabil, wodurch die legendäre Langlebigkeit der Keim'schen Silikatfarben begründet ist.

Wie funktioniert KEIM Lignosil zur Bekämpfung von Pilzen und von Holzfäulnis? Welche Zusatzstoffe enthält Lignosil?

Peter Treitz: Die optimale «Bekämpfung» ist die Prävention. Es gilt den Baustoff Holz bestmöglich durch vorbeugende Massnahmen zu schützen. Dabei haben baulicher und physikalischer Holzschutz absoluten Vorrang. Technisch betrachtet schützt KEIM Lignosil das Holz physikalisch und unterstützt somit durch seinen hohen Feuchteschutz und niedrigen Diffusionswiderstand optimal den baulichen Holzschutz. Der organische Untergrund Holz hingegen bringt im Vergleich zu mineralischen Untergründen ein natürliches und hohes Befallsrisiko mit sich. KEIM Lignosil ist deshalb, im Vergleich zu konventionellen Holzbeschichtungen, in geringem Masse mit einem Konservierungsstoff ausgestattet, der die natürlichen Eigenschaften von Schimmel- und Pilzwidrigkeit einer mineralischen Beschichtung unterstützt.

In was für Zeitintervallen muss der Holzschutz Lignosil erneuert werden? Wie dauerhaft ist er im Vergleich zu herkömmlichen Holzschutz-Produkten?

Peter Treitz: In Abhängigkeit von der jeweiligen Belastungssituation sind im Vergleich zu konventionellen Holzbeschichtungen wesentlich längere Renovierungszyklen erreichbar. Die ersten Objekte mit Lignosil sind heute über 15 Jahre alt. In der Regel ist die nur natürliche Erosion der Oberfläche das Kriterium für einen erforderlichen Renovationsanstrich.

Holz ist ein nachwachsendes, ökologisches Grundmaterial. Ist KEIM Lignosil für den nachhaltigen Holzschutz eine ökologische Wahl? Warum?

Peter Treitz: KEIM Lignosil ist ein sehr nachhaltiges und ökologisches System, weil das System auch die ökologischen Vorteile einer Silikatfarbe auf den Untergrund Holz überträgt. Die extrem hohe Langlebigkeit und der über den gesamten Nutzungszeitraum geringe Arbeits- und Materialaufwand sorgen für ein ökologisches Gesamtkonzept. Zusätzlich ermöglicht dies dem Baustoff Holz beim Einsatz, zum Beispiel an einer Holzfassade, wesentlich längere Standzeiten und unterstützt so den Einsatz des unbestritten ökologischen Baustoffes Holz in deutlich grösserem Umfang als bisher. 
 
Ausgabe "2012/2 - März/April" bestellen
 
Text COVISS
Bild Ursula Ochsenbein
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