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Stimme des verantwortungsvollen Bauhandwerks
Wert und Inhalt der Metallverarbeitung
 
Mit dem Magazin COVISS erhält das verantwortungsvolle Bauhandwerk seit 2004 eine ernst zu nehmende Stimme. Dabei soll die Diskussion um Wert und Inhalt des Handwerks, um Möglichkeiten und Chancen, kurz: die Haltung eines aus vergangenen Zeiten schöpfenden, im Hier und Jetzt agierenden und in die Zukunft blickenden Handwerks mitten in einer schnelllebigen und von Oberflächlichkeit geprägten Zeit zum Ausdruck kommen.

Sechs Thesen des Metallbauers

Fachkräfte zu finden, die einen persönlichen Ehrgeiz besitzen, ist ein sehr schwieriges Unterfangen.

Handwerk kann man nicht einfach mal zwischendurch drei bis vier Jahre lernen. Im Metallbau werden es wohl zehn bis fünfzehn Jahre Erfahrung sein, die man sich in vielfältigen Objekten selbst erarbeiten muss. Die meisten Handwerker springen aber vom Beruf ab, bevor sie auf gute Erfahrungen zurückgreifen können. Handwerkliches Geschick und erprobte Arbeitsweisen werden immer weniger weitergegeben, was zu einer Verarmung des Handwerks und zu unsachgemässen Ausführungen am Bau führt.

Der berufene Metallbauer, der oft Kosmetik am Bau herstellt, schafft in einer Welt der Oberflächlichkeit Werte, die mit Kopf, Herz und Schweiss zu tun haben und lange währen in einer schnelllebigen Zeit.

Die Zukunft wird Fachmänner und -frauen in Ehren halten, weil solche einer aussterbenden Spezies angehören.

Schweizer gehen an die Hochschulen, und Handwerker aus dem nahen Ausland bringen nicht die gleichen Voraussetzungen mit wie jemand mit einer hiesigen Berufsbildung. Vermehrt müssten gewiefte, intelligente Menschen − auch Hochschulabsolventen – ins Wesen des Handwerks eintauchen, sich dafür in Theorie und Praxis interessieren, um es so in ein besseres Licht rücken zu lassen.

Metallbauten herstellen ist etwas anderes als zaubern. Während die virtuelle Welt alles immer schneller entstehen lässt, braucht echtes Handwerk seine Zeit. So können am Metall nicht einfach ein bis zwei Millimeter abgeschnitten oder «korrigiert» werden. Alles muss auf den Millimeter genau geplant sein, bevor mit einer Produktion begonnen werden kann.


Wie agiert ein Handwerksunternehmen in der Zeit? Was hält es dem Schnelllebigen entgegen, wie geht es dabei vor? Was erwartet es selbst vom Handwerk beziehungsweise welchen Stellenwert räumt es diesem in der von Schnelligkeit und Oberflächlichkeit geprägten Gesellschaft ein, zu der es selber gehört?

Solche und ähnliche Fragen werden im Magazin gestellt und diskutiert. Reden Sie mit! Schreiben Sie uns Ihre Haltung zum Thema unter www.coviss.ch – Leserbriefe.

Wenn das Schaffen zur Berufung wird
Der passionierte Metallverarbeiter Max Müller von der GeSTAHLter GmbH, St. Gallen, schreibt uns, er sei zur Zeit nicht ganz zufällig wieder ein Einmann-Betrieb, «weil mir Angestellte zu oft unsorgfältig gearbeitet haben und weil sie kaum Interesse für das Material Stahl und das damit verbundene Handwerk mitgebracht haben.» Müller möchte seine Arbeiten in einer einzigartigen Qualität herstellen und verkaufen. Eine solche könne nur erreicht werden, wenn das Schaffen zur Berufung würde – zum Beispiel auch dann, «wenn ich einfach nur Handwerker bin, die Betonbauten deswegen aber nicht kleinere Toleranzen aufweisen. Ich setze alles daran, die auf dem Bau angetroffenen Fehler mit meiner Folgearbeit klein zu halten und notfalls fachmännisch zu kaschieren», betont Müller.

Aktuell habe er Arbeit für etwa vier Monate und erledige diese in der Regel alleine, ausser bei Montagen, für die er Hilfen beiziehe. «Fällt einmal mehr Arbeit an, als ich bewältigen kann, muss ich im Büro alles bestens vorbereiten, und ich stehe zusammen mit temporären Mitarbeitern in der Werkstatt, wo wir gemeinsam, aber immer unter meiner Kontrolle, die anstehenden Aufträge anfertigen. So haben wir eine sehr zufriedene Kundschaft, die fast immer in zehn Tagen zahlt und eine sehr angenehme Zusammenarbeit möglich macht.»

In Max Müllers Objekten steckt zweifelsohne Herzblut, das sich, gepaart mit der Begeisterungskraft des berufenen Metallbauers, während dem Bauprozess auf die Bauherrschafft zu übertragen vermag. «So lerne ich Kundschaft kennen, die von einer schönen Bauzeit sprechen und den fachlich kompetenten Handwerker schätzen», freut sich Müller. 
 
Ausgabe "2012/2 - März/April" bestellen
 
Text Max Müller, GeSTAHLter GmbH, St. Gallen
Bild Max Müller
 
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