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MVM AG
Kalkästhetik statt Weissputzproblematik
 
Noch immer scheint Weissputz bei Bauherren und Architekten die Standardlösung für einen Wand- und Deckenfinish im Wohn- und Bürobereich darzustellen. Dass die schön glatten Oberflächen, wie man sie beim Weissputz erwartet, zum Beispiel im Streiflicht oder als Folge der täglichen Beanspruchung dann aber doch nicht so schön glatt wirken, ist bekannt. Bauherren, Architekten, Handwerker und Vertreter der Industrie könnten davon ein Lied singen. Und doch wird nach wie vor Weissputz verlangt, obwohl geeignete und bewährte Alternativen längst vorhanden sind.

Herr Emmenegger, Sie sind ein Vertreter des Handwerks. Der so häufig verlangte und scheinbar beliebte Weissputz bereitet Ihnen Probleme. Warum?
Oliver Emmenegger:
Allerdings. Einerseits ist der Preisdruck extrem, anderseits ist die Erwartung der Bauherrschaft und der Ar-chitekten hoch. Die moderne Architektur arbeitet mit immer grösseren Oberflächen, das bedeutet zum Beispiel, dass ein Deckenteil teilweise Entree, Korridor, Küche und Wohnzimmer umfasst. Nicht selten stehen auch sehr grosse Fensterfronten wunder-bar im Einklang mit der Architektur. Nur heben diese Lichtquellen schon minimalste Unebenheiten als störend hervor. An Weiss-putzoberflächen haftet die Erwartung, dass diese immer perfekt aussehen. Aber auch Weissputzoberflächen werden von Hand erstellt − gewisse Arbeitsstrukturen wie auch Unebenheiten sind unvermeidlich und normal.

Wie erklären Sie sich dann aber die nach wie vor grosse Weissputz-Nachfrage?
Oliver Emmenegger:
Ich denke, das hat in erster Linie mit Unwissenheit der Kundschaft, aber auch mit Trägheit zu tun. Nach wie vor ist der Preis meistens entscheidend.

Lassen sich mit anderen Materialien und Techniken ebenfalls schön glatte Oberflächen herstellen, die sich aber besser eignen als Weissputz?
Oliver Emmenegger:
Absolut. Zum Beispiel lassen sich mit Sumpfkalk- oder Weisskalkprodukten wunderbare Oberflächen gestalten. Diese müssen ja nicht immer hundertprozentig glatt sein. Das ist ja gerade das Schöne daran: ein wenig wegzukommen von einem zu engen Perfektionismus.

Welche Techniken empfehlen Sie, und weshalb?
Oliver Emmenegger:
Empfehlen ist immer schwierig. Sicher sollte sich der Kunde seriös informieren. Sumpfkalk oder Weisskalk kann in einem feinen 0,3 bis 0,5 mm Abrieb erstellt werden. Oder man kann diesen wunderbar abglätten und erhält sehr schöne Oberflächen. Auch kann man diese Ober-flächen mit einer Kalkglätte veredeln − bis hin zur perfekten glatten Oberfläche. In den meisten Fällen werden diese Putze nicht gestrichen, sondern nach Wunsch eingefärbt. Bei Bedarf können aber auch Kalkfarben verwendet werden.

Was ist im Vergleich zum Weiss-putz anders bei solchen alternativen Techniken?
Oliver Emmenegger:
Zum einen der ökologische Anspruch. Frei von organischen Zusätzen sind sie, gerade für Allergiker, sehr geeignet. Der Kunde erhält ein angenehmes, feuchtigkeitsreguliertes Wohnraumklima. Auch in Minergie-P-Eco-Häusern werden mit Vorteil Produkte eingesetzt, die sehr gut diffusionsfähig, dass heisst feuchtigkeits-regulierend und atmungsfähig sind. Zum anderen ist Kalk härter als Gips und somit wesentlich resistenter gegen mechanische Einflüsse.

In Ihrem Haus und jenem Ihrer Freunde haben Sie bewusst Kalktechniken angewendet. Warum?
Oliver Emmenegger:
Sumpfkalk ist desinfizierend, hygienisierend und führt zu einem behagliches Wohngefühl. Mit Kalk erhält man Oberflächen mit einer viel tieferen Wirkung. Auch entstehen Unikate. Anderseits verwende ich Kalk aber auch wegen der oben genannten Gründe: Man tut was für sein Wohlbefinden, wählt einen Baustoff, der frei von Lösemitteln, künstlichen Konservierungsstoffen oder andern ausdünstenden Komponenten ist. Mit Kalk habe ich ausserdem kein Schimmel-Problem.
Interview: COVISS

«Mit Kalk erhält man Oberflächen mit einer viel tieferen Wirkung – Unikate.»
Oliver Emmenegger, Abteilungsleiter Kundenservice Malerei, MVM AG

Kontakt
MVM AG
Mein Maler Mein Gipser
Luzern und Emmen
Telefon 041 289 04 04
info@mvm-ag.ch
www.mvm-ag.ch
 
 
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