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Karl Bubenhofer AG
10 Jahre Novalith – einzigartiges Silikatsystem
 
Als revolutionäre Weiterentwicklung und Weltneuheit wurde vor fast 10 Jahren das Novalith-System präsentiert, das den problemlosen Einsatz mineralischer Beschichtungsstoffe auf organische Untergründe -ermöglicht und die überlegene Witterungsbeständigkeit wasserglas-gebundener Beschichtungssysteme mit der universellen Einsetzbarkeit dispersions- oder siliconharzgebundener Systeme vereint.

APS – Alkaliarme Polysilikat-Technologie
Ausgangsmaterial für alle Novalith-Farben und -Deckputze ist Wasserglas. Durch ein spezielles Herstellungsverfahren wird jedoch der Alkaligehalt des Bindemittels reduziert und die gelöste Kieselsäure in nano-skalige Polysilikate mit Teilchengrössen zwischen 10 und 100nm überführt. Durch diese «Vorverkieselung» werden alkaliarme Beschichtungsstoffe produziert, welche die bisherigen Anwendungsprobleme wasserglasgebundener Beschichtungsstoffe weitgehend ausschliessen. Weil die nach diesem Verfahren hergestellten Produkte kein herkömmliches Wasserglas mehr enthalten und neue Eigenschaften besitzen, werden die mittels «APS-Technologie» hergestellten Beschichtungsstoffe auch nicht in die Gruppe der Silikat- oder Dispersionssilikatfarben eingeteilt. Sie bilden innerhalb der Fassadenbeschichtungsstoffe eine eigene und neue Gruppe, «Alkaliarme Poly-Silikat –Beschichtungsstoffe» (APS) genannt.

Darf das Produkt als «mineralisch» bezeichnet werden?
Norbert Wicki:
Ganz bestimmt. Alle Novalith-Formulierungen basieren auf dem mineralischen Bindemittel Wasserglas. Durch ein spezielles Verfahren wird beim Produktionsprozess jedoch eine Vorverkieselung bewirkt und der Alkalianteil reduziert. Entscheidend für die Eigenschaften der Formulierungen und somit auch für die Einteilung, ist der Gehalt an mineralischem Bindemittel, der beim Novalith-System sehr hoch ist.

Wie hoch sind die organischen Anteile in Novalith?
Norbert Wicki:
Die Gesamtmenge organischer Anteile, darunter Fallen neben einer kleinen Menge Kunstharzdispersion, die zur Flexibilisierung eingesetzt wird, auch verschiedene Additive wie Verdickungsmittel, Hydrophobierungsmittel, Fasern oder Dispergiermittel, liegt je nach Produkt zwischen 3 und 6%.

Findet eine chemische oder physikalische Abbindung statt?
Norbert Wicki:
Es handelt sich um eine chemisch unterstützte physikalische Abbindung. Beim eingesetzten Bindemittel handelt sich um ein vorverkieseltes, stabilisiertes System, das aber noch reaktive Gruppen besitzt und somit chemische Bindungen eingehen kann. Die Tatsache, dass solche Systeme ohne spezielle Stabilisierung und Verwendung speziell geeigneter Rezepturbestandteile nicht lagerfähig sind, zeigt, dass es sich um ein reaktionsfähiges System handelt.

Haftet Novalith dank der enthaltenen Kunstharzdispersionen auf organischen Untergründen?
Norbert Wicki:
Nein, die enthaltene Kunstharzdispersion wirkt sich natürlich positiv aus, ist jedoch nicht der Grund für die gute Haftung auf organischen Untergründen. Auch Formulierungen ohne Dispersionszusatz haften ganz hervorragend auf organischen Untergründen, sind aber zu wenig flexibel. Auf organischen Untergründen entwickelt das mineralische Bindemittel stark adhäsive Wechselwirkungskräfte, die für die sehr gute Haftung verantwortlich sind.

Basieren Novalith-Beschichtungen auf Nanotechnologie?
Norbert Wicki:
Da das eingesetzte Bindemittel aus nanoskaligen Partikel mit Teilchengrössen zwischen 10 und 100nm besteht, können Novalith-Beschichtungen per Definition als Nanotechnologie-Produkte bezeichnet werden. Da auch viele traditionelle Beschichtungssysteme dieser Definition entsprechen, haben wir darauf verzichtet, den Begriff «Nanotechnologie» als Marketinginstrument zu benutzen.

Was ist von den photokatalytischen Fassadenfarben zu halten?
Norbert Wicki:
Wir beschäftigen uns seit vielen Jahren mit dieser Thematik und prüfen auch die am Markt angebotenen Produkte. So auch neue Fassadenfarben, die gemäss Herstellerangaben den Mechanismus der Photokatalyse für eine geringere Verschmutzung nutzen. Das Prinzip der Photokatalyse durch den Einsatz von Titandioxyd ist seit langem bekannt und wird seit einigen Jahren unter anderem für selbstreinigendes Fensterglas oder selbstdesinfizierende Oberflächen genutzt. Durch Bestrahlung von Titandioxyd mit UV-Licht wird an dessen Oberfläche eine photokatalytische Reaktion in Gang gesetzt. Aus angelagertem Wasser und Sauerstoff werden Radikale gebildet, die in der Lage sind, organische Schadstoffe, Schmutz und Bakterien zu zersetzen. Äusserst wirkungsvoll sind sehr feinteilige Titandioxyde der Anatas-Struktur. Sind die Primärteilchen deutlich kleiner als 100 Nanometer (1nm = 1 millionstel Millimeter), spricht man von Nanotitandioxyd.

Leider unterscheiden die gebildeten OH--Radikale nicht zwischen organischen «Schad»- und «Nutz»-Stoffen, womit durch die photokatalytische Reaktion nicht nur abgelagerter Schmutz und anhaftende -Bakterien, sondern auch organische Bindemittel, Hilfsstoffe und Pigmente abgebaut -werden. In den von uns geprüften Marktprodukten bewirkt der Einsatz von photokatalytischem Nano-Titandioxyd aber keinen direkten Abbau der Verschmutzung, sondern einen schnellen und stark ausgeprägten Abbau der Beschichtung (massive Kreidung), was zum Verlust der gewünschten Filmeigenschaften führt. Von den Silikatfarben ist bekannt, dass sich eine leichte und gewünschte Kreidung durchaus positiv auf das Anschmutzverhalten auswirken kann, da mit der abkreidenden Beschichtung auch anhaftender Schmutz abgewaschen wird. Sie wird daher auch als Edelkreidung bezeichnet. Eine solche Kreidung, wie sie bei verschiedenen photokatalytischen Marktprodukten aufgetreten ist, bewirkt eine starke Aufhellung von Bunttönen und eine frühzeitige Abwitterung der Beschichtung.

Wie hoch sind die Wasserdampfdurchlässigkeit und die Wasseraufnahme der Novalith-Systeme?
Norbert Wicki:
Alle Novalith-Systeme weisen eine sehr hohe Wasserdampfdurchlässigkeit auf und können gemäss EN 1062 in die beste Klasse eingeteilt werden. Die Wasserdurchlässigkeitsrate ist mittel bis gering, was im Zusammenspiel mit der hervorragenden Wasserdampfdurchlässigkeit zu einer positiven Beeinflussung des Feuchtehaushaltes einer Fassade beiträgt.

Wie werden die Wetterbeständigkeit und das Anschmutzverhalten der Novalith-Systeme im Vergleich mit anderen Systemen beurteilt?
Norbert Wicki:
Novalith-Fassadenfarben und -Putze zeichnen sich wie alle Silikatbeschichtungen durch eine äusserst geringe Verschmutzungsanfälligkeit aus, da die mineralischen Bindemittel keine Thermoplastizität aufweisen, sich elektrostatisch nicht aufladen und eine leichte, aber gewünschte Edelkreidung bewirken. Da in allen Novalith-Systemen ausschliesslich mineralische Pigmente eingesetzt werden, die über höchste Licht und Wetterechtheit verfügen, sind pigmentbedingte Farbtonveränderungen und Ausbleichungen ausgeschlossen. Zehn Jahre Praxiserfahrung und Vergleichsergebnisse am Wetterstand haben gezeigt, dass die mittels APS-Technologie hergestellten Produkte ein sehr geringes Anschmutzverhalten sowie eine ausgezeichnete Wetterbeständigkeit aufweisen und sich diesbezüglich besser als viele andere Systeme verhalten. Dies bestätigt sich heute an unzähligen Praxisobjekten, die in den vergangenen zehn Jahren ausgeführt wurden und sich noch immer in einwandfreiem Zustand präsentieren. 
 
Ausgabe "2008/8 - November/Dezember" bestellen
 
Text Norbert Wicki, Entwicklungsleiter Baufarben/Putze, Karl Bubenhofer AG
Bild Fotostudio Lehmann
 
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