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Architektursymposium an der appli-tech
Oberflächen und Emotionen
 
Im Rahmen der Fachmesse appli-tech findet am 29. Januar 2009 auf der Allmend in Luzern ein Architektursymposium zum Thema «Oberflächen und Emotionen» statt. Namhafte Architekten aus dem In- und Ausland referieren aus dem Fundus ihres vielseitigen Schaffens mit und an Oberflächen. Sie zeigen auf, dass Erfahrung mit vielfältigen und komplexen Strukturen und Bauaufgaben das Vertrauen der Bauherrschaft fördert und den Zugang zu ungewöhnlichen und individuellen Wegen in Planung und Gestaltung erleichtert.

Bis über mehrere Generationen hinaus stehen Gebäude in der Landschaft – eine zu lange Zeit, als dass sie nicht «Charakter» und «Wert» ausstrahlen sollten. Doch was ist damit gemeint? Vielleicht, dass sie genauso Spiegel der Kreativität, Offenheit und spielerischen Auseinandersetzung sind wie auch der architektonischen und gestalterischen Verantwortung?

Selbstsprechend umfasst das Architektursymposium unter dem Motto «Oberflächen und Emotionen» dieses interessante Spannungsfeld von Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit im Umgang mit Architektur und Kontext. Die Referenten geben denn auch kaum ein Plädoyer für eine «billig-triviale» Architektur ab, sondern liefern Beispiele für eine Kultur der intensiven Auseinandersetzung mit der Bauaufgabe, dem jeweiligen Kontext, der Atmosphäre und der Bautechnik im Fokus der sich verändernden Zeit. Dass dabei «besondere» Lösungen im nachhaltigen Sinn aufscheinen, ist nicht weiter verwunderlich, steht doch in den im Architektursymposium präsentierten Beispielen der Mensch mit seinen individuell wie auch global ausgerichteten Bedürfnissen im Zentrum der Betrachtungen. Oberfläche aus einer Perspektive der Ganzheit betrachtet, entpuppt sich als etwas viel Umfassenderes als bloss zufälliger Dekor: als ein von der Planung bis zur handwerklichen Ausgestaltung integrierter Faktor der nachhaltigen Gestaltung. Diesen Anspruch widerspiegeln auch die Vorträge am Architektursymposium:

Die Wiederentdeckung des Ornaments: Eine architektonische Zeitreise
«In den Oberflächen zeitgenössischer Architekturen entdecken wir immer öfter Spuren der für ausgestorben gehaltenen Sprache des Ornaments. Dank erschwinglicher digitaler Entwurfs- und Fabrikationsmethoden, welche uns die Umsetzung detailreicher und komplexer Formen erlauben, aber auch aufgrund einer globalen Abkehr vom homogenisierenden Erbe der Moderne, hält das Ornament als sinnstiftender Bedeutungsträger und visuell wie auch haptisch wirkungsvolles Element wieder weltweit Einzug in die Praxis der Architektur.»

Oliver Domeisen, AA dipl., produziert, lehrt, kuriert und schreibt über Architektur. Lehrstuhl für Entwurf (Diplom) an der Architectural Association, London seit 2001, für Geschichte & Theorie seit 2008 und AAVSP 2005-2007. Direktor von dlm architectural designers ltd, London. Projekt-Architekt für Zaha Hadid 1997-2000. Studierte an der ETHZ und AA. Kurator der Ausstellung «Re-sampling Ornament», Schweizer Architektur Museum, Basel 2008.

Recent Works
«Anhand von kürzlich fertig gestellten Bauten und noch in Planung begriffenen Projekten werden die architektonischen Konzepte von unterschiedlichen Gebäudehüllen vorgestellt, sei es in der unmittelbaren, starken Präsenz von einem Material, das sich in verschiedenen Bearbeitungszuständen zeigt, sei es in Schichtungen von Material und Farbe in unterschiedlichen Durchlässigkeiten und Überlagerungen, sei es in der Applikation von ‹erzählenden› Elementen, Zeichen und Schriften. Manchmal erscheinen die Fassaden reduziert, konzentriert, abstrakt, manchmal bildhaft, reich, ornamental – sie widerspiegeln jedoch immer den Grundgedanken und den Inhalt des Gebäudes.»

Mike Guyer, 1958 in Ohio, USA, geboren, 1984 Diplom ETH Zürich bei Dolf Schnebli, 1984-1987 Mitarbeit im Architekturbüro OMA von Rem Koolhaas, Rotterdam, 1987-1988 Assistenz am Lehrstuhl Hans Kollhoff ETHZ, eigenes Architekturbüro, seit 1989 gemeinsames Büro mit Annette Gigon, 1996-2003 Mitglied der Stadtbildkommission Baden, 1998-2003 Mitglied Quality Team Kop van Zuid, Rotterdam, 2002-2006 Mitglied Baukollegium Zürich, 2002 Gastdozent EPF Lausanne, 2009 Gastdozent ETH Zürich.

Die Tiefe der Oberfläche
«Gemeinsam mit seinem Partner, Dionys Ottl, leitet Andreas Hild ein engagiertes Team von Mitarbeitern, von denen jeder einzelne mit vollem Einsatz zum hohen professionellen Niveau des Büros beiträgt. Architektur entsteht bei Hild und K im intensiven und vorbehaltlosen Dialog mit dem Bauherrn und in der ernsthaften Auseinandersetzung mit der jeweiligen Aufgabe. Das Büro entwickelt originelle und intellektuelle, eigenwillige und sensible Lösungen, die eine unverwechselbare Antwort auf die jeweilige architektonische Fragestellung darstellen. Humor- und geistvoll nimmt die Arbeit von Hild und K Stellung zum architektonischen Diskurs und seinen gesellschaftlichen Voraussetzungen.»

Hild und K ist eine junge Gemeinschaft ambitionierter Architekten mit Sitz in München. Als Frontmann des Büros fungiert Andreas Hild, der sich durch zahlreiche Vorträge, Publikationen und Auftritte seinen Rang als der charismatische Intellektuelle der bayerischen Architekturszene erworben hat.

Architektursymposium
Donnerstag, 29. Januar 2009, 14.00 bis 18.00 Uhr, Halle 1, Annex

Referenten
Oliver Domeisen, dlm architectural designers ltd, London: «Die Wiederentdeckung des Ornaments: Eine Architektonische Zeitreise»

Mike Guyer, Gigon Guyer, Zürich: «Recent Works»

Andreas Hild, Hild und K Architekten, München: «Die Tiefe der Oberfläche»

Moderation
Martin Tschanz, Architekt ETH, ehem.
Redaktor wbw, Dozent zhaw Winterthur

Weitere Informationen
Das detaillierte Programm und das
Anmeldeformular unter www.appli-tech.ch

appli-tech
Vom 28. bis 30. Januar 2009 präsentieren an der appli-tech, der Fachmesse für das Maler-, Gipser- und Ausbaugewerbe, 150 Ausstellende in vier Hallen ihre Produkte und Dienstleistungen.

Das Rahmenprogramm mit Sonderschauen, dem Architektursymposium, mit Impulsreferaten und Wettbewerben
widmet sich dem Thema «Oberflächen
und Emotionen».
 
 
Ausgabe "2008/8 - November/Dezember" bestellen
 
Text Gregor Eigensatz
Bild Georg Aerni, Zürich; Gigon Guyer
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