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Farbgestaltung RailCity Zürich HB
Farbakkorde stehen für Bewegung
 
Das ursprünglich monton und unübersichtlich wirkende Gangsystem der Immobilienabteilung der SBB im HB Zürich soll mit Hilfe einer professionellen Farbgestaltung aufgewertet werden. Diese nimmt die Bewegung der rege in den Gängen zirkulierenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Kunden und Handwerker auf und setzt diese Zirkulation mit dem Mittel der Farbakkorde neu um. Aus dem Grau-Weiss der Eintönigkeit und Tristesse entstehen fein abgestufte, die Orientierung erleichternde und die Sinne anregende Farbwelten. Der «Schwung» der Farbakkorde ist eine gestalterische Antwort auf die Bewegung der in den Gängen verkehrenden Menschen, die ihrerseits von den sich stets neu ergebenden Farbwechseln bewegt werden.

Die Immobilienabteilung der SBB im HB Zürich besteht aus Büroräumlichkeiten, die durch ein geometrisch, netzartig angeordnetes Gangsystem erschlossen sind. Dieses besteht aus zwei Teilen, die durch den Treppen-Aufgang verbunden sind. Es fliesst kein direktes Tageslicht in diese Gänge.

Vor der farbgestalterischen Intervention bestand die «Farbigkeit» aus weissen Wänden (RAL 9010), schwarzen Linolböden und schwarzen Türen, kombiniert mit Naturholzblenden. In die heruntergehängten Metallgitterdecken integriert, die Beleuchtungsmittel und Lüftungsrohre.

In den Gängen Farbe tanken
Das monotone und unübersichtliche Gangsystem soll mit Farbe aufgewertet und überschaubarer gestaltet werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter treten, wenn sie aus ihren Büros kommen, in eine «farbige Welt», die immer wieder neue überraschende Farbwechsel bietet: Wer zum Beispiel vom Hauptgang (gelb) durch den Verbindungsgang (grün) zum roten Gang schreitet, erlebt förmlich die verschiedenen Farbwelten. Gegeben sind diese Farbwechsel durch die Architektur der hervorstehenden kubischen Formen, Nischen und Säulen sowie die dort realisierten und jeweils sorgfältig aufeinander abgestimmten Farbakkorde. Das Sich-Bewegen in diesem Gangsystem kommt einem Farb-Auftanken gleich, das die Sinne anregt, kreatives Arbeiten fördert und positiv auf die Stimmung wirkt. Darüber hinaus orientieren sich Kunden und Handwerker anhand der unterschiedlich farbigen Gänge schnell und einfach.

Konzept der Farbakkorde
Im Gangsystem herrscht eine rege Zirkulation durch die Mitarbeitenden selbst, aber auch durch kommende und gehende Kunden und Handwerker. An dieser gegebenen Bewegung orientiert sich die Farbgestaltung. Sie komponiert diesen Gangverkehr mit den ihr gegebenen Mitteln neu. Das Zirkulieren der Leute wird durch die Wechselbewegung der Farben (warm-kalt, hell-dunkel) im jeweiligen Farbakkord an der architektonischen Einteilung der Wände wiedergegeben. Hierfür suchte sich die Farbberaterin jeweils die einzelnen Farben einer Palette aus kalten, warmen, hellen und dunklen Farbtönen aus und erstellte eine «bewegte» Farbgruppe – aus insgesamt neun Gelbtönen, fünf Orangetönen, vier Rottönen, vier Blautönen und vier Grüntönen.

Die beiden Längsgänge bezeichnet die Farbgestalterin als Haupt- und Nebengänge (siehe Plan). Der Hauptgang beginnt im Bereich Sekretariat/Empfang von RailCity. Die beiden durch das Treppenhaus geteilten Teile werden als zusammengehörende Einheit betrachtet. Hauptfarbe für die beiden Längsgänge ist die Farbe Gelb. Gelb steht für Licht und Sonne. Als hellste Farbe im Spektrum strahlt Gelb Leichtigkeit und Fröhlichkeit aus, wirkt heiter und aktivierend und hat deshalb eine positive Ausstrahlung auf den Menschen. Die Wände der beiden Hauptgänge werden in unregelmässigem Rhythmus, im so genannten Gelb-Akkord gestrichen. Unter Akkord versteht man einen Zusammenklang von mindestens drei Tönen unterschiedlicher Tonhöhe. Umgesetzt auf Farbe bedeutet dies, mehrere unterschiedliche Farbtöne der gleichen Farbe in Bezug auf Helligkeit, Warm- oder Kalttonigkeit miteinander zu kombinieren.

Für die Verbindungsgänge setzt die Farbgestalterin Orange, Blau, Rot und Grün ein. Diese gewählten Farben sollen die Orientierung erleichtern und erkennbar machen, auf welcher Höhe man sich im Haupt- und Nebengang befindet. 
 
Ausgabe "2008/8 - November/Dezember" bestellen
 
Text Jolanda Anderegg; COVISS
Bild Jolanda Anderegg
 
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