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Mehrfamilienhaus Ragazerstrasse in Sargans
Neuste Isolationssysteme bauen auf Bewährtem
 
Handwerker Aggeler konnte in Sargans ein 40-jähriges Mehrfamilienhaus erwerben. Der praxiserprobte Maler und Hausherr entscheidet nun selber über den Standard bei den Wohnungsrenovationen und sonstigen Arbeiten. Bei der Wärmedämmung ist seine bewusste Wahl auf ein nachhaltiges Dickschichtsystem ohne Zusatz von Algiziden und Fungiziden gefallen.

Das 1968 erbaute Mehrfamilienhaus an der Ragazerstrasse 21 A in Sargans erfuhr in den Jahren seines Bestehens kaum Veränderungen. «Der Ankaufpreis war entsprechend moderat, und die Liegenschaft erwies sich als ideales zusätzliches Arbeitsfeld für mein Malergeschäft», erklärt Hansjürg Aggeler, der das Gebäude 2003 erworben und dieses neu mit einer Aussen-isolation versehen hat. «Mir ist natürlich während meiner beruflichen Laufbahn nicht entgangen, dass viele Gebäude, vor allem Mehr-familienhäuser, die in den letzten vier bis acht Jahren aussen isoliert worden sind, an den Nord- und Westseiten wüste Algen-verfärbungen aufweisen.» Der aufmerksame Handwerksunternehmer fragte nach den Gründen solcher nicht geplanten Verän-derungen an Fassaden und stiess auf die einleuchtende Erklärung, dass Algen auf ein möglichst immer feuchtes Klima ange-wiesen sind, und dass sich ohne dieses Klima wohl auch die Algenproblematik relativiere. Der gewiefte -Unternehmer stellte ausserdem fest, dass Algen bei älteren, nicht isolierten Häusern kaum je in Erscheinung treten, und kam zum Schluss, dass Algenbewuchs an Fassa-den in einem direkten Zusammenhang mit Aussenwärmedämmung stehen müsse.

Altes mit Neuem kombiniert
Auf der Suche nach geeigneten Lösungen für sein erworbenes Mehrfamilienhaus, das er nun aussen isolieren wollte, beschäftigte sich Aggeler gründlich mit der Algen-, Pilz- und Isolationsthematik und begann sich einen Überblick über die verschiedenen Angebote und Lösungen zu verschaffen, die am Markt angeboten werden. «Nach diesem Studium sagt mir meine mehr als 20-jährige Berufserfahrung, dass in unserer modernen Welt so vieles vom Stapel geht, dem man zwar -offen, gleichzeitig aber auch kritisch begegnen soll. Manche Erleichterung, manch Positives kann ich unserer Zeit und den parallel zu ihr entstehenden und feilgebotenen Techniken abringen, darf und will dabei aber scheinbar Vergangenes und über Generationen Bewährtes nicht vergessen.» Aggeler stellte sich die Frage, ob man auch im Bereich der Wärmedämmung Altes mit Neuem kombinieren könne – und beantwortete die Frage mit Ja, als er sich für ein nachhaltiges Wärmedämmsystem entschied. Das Dickschicht-Dämmsystem heisst «Aqua PuraVision», orientiert sich an bewährten Materialien und funktioniert ohne Biozide und Algizide.

Das Mauerwerk des Mehrfamilienhauses an der Ragazerstrasse in Sargans bestand aus 30cm Backstein, auf das eine 18 cm dicke Steinwolle mit punktuellem Haftmörtel aufgeklebt wurde. «Bei diesem -System arbeiteten wir mit einer Schichtdicke des Grundputzes, die nur mit -Distanzlatten gewährleistet wurde», betont Aggeler und sinniert weiter: «Bewährtes wird wieder in neue Isolations-systeme eingebaut – der Deckputz war ein 2mm Vollabrieb, immer rein mineralisch, beim 2-maligen Schlussanstrich arbeiteten wir wieder rein mineralisch mit der 2-Komponenten Silikatfarbe von Keim, die in einem genauen Verhältnis von -Wasserglas und Erdpigmenten gemischt -werden musste.» Hansjürg Aggeler unterstreicht auch den Vorteil der Wasserdampfdurchlässigkeit, wie sie über das bestehende Mauerwerk zur Isolation, zum Putz und zur Farbe optimal gewährleistet sei. «Dieses System erlaubt es der Ober-fläche, sich immer wieder abzutrocknen – es bietet somit für Algen kein günstiges Entfaltungsklima.» Wichtig ist dem erfahrenen und gestalterisch anspruchsvollen Maler auch die Wandoberfläche, deren natürliche Optik, wie sie schliesslich mit den reinen Silikatfarben erreicht werden könne. «Alles in allem handelt es sich hier vielleicht nicht um die günstigste Variante eines Wärmedämmsystems, technisch und optisch jedoch um die befriedigendste. Selbstverständlich ist die Kostenfolge für Besitzer von Mahrfamilienhäuser immer ein Entscheidungsfaktor für diese oder jene Arbeitsausführung, aber bei einer Lebensdauer von zum Beispiel 30 Jahren und bei solch wichtigen Arbeiten stellt sich die Frage für mich nicht mehr.» 
 
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