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Bauherrschaften fordern nachhaltige AWD-Systeme
Altbewährter Aufbau mit vertrauten Materialien
 
Die ASIG Baugenossenschaft be-sitzt in Zürich-Witikon eine Wohnsiedlung mit insgesamt 88 Wohneinheiten. Zwischen 1989 und 1998 wurden zahlreiche Sanierungsarbeiten an der Aussenhülle vorgenommen, unter anderem die Stirnfassaden der Gebäude mit einer verputzten Dämmung versehen und die restlichen Fassadenflächen mit einem Putzsanierungssystem instand ge-stellt. Weil sich an dem vor rund zehn Jahren nachgedämmten Fassa-denbereich Algen gebildet haben, ist die Bauherrschaft für die Problematik sensibilisiert und verlangt nach einer nachhaltigen Aussendämm-Lösung.

Die 1970 vom Architekturbüro H. Koella, Zürich, geplante und realisierte Siedlung wurde über die Jahre in verschiedenen Etappen teilsaniert. Im Zusammenhang der Sanierungsarbeiten an der Aussenhülle zwischen 1989 und 1998 wurde Wiesliacher 7 als einziges Gebäude vollständig aussen gedämmt, ausgeführt mit einer XPS Dämmung, einem kunststoffvergüteten Fassadenverputzsystem und zwei Anstrichen. An den anderen Gebäuden wurden schon früher nur die Stirnfassaden mit einer verputzten Dämmung versehen und die restlichen Fassadenflächen mit einem Putzsanierungssystem instand gestellt.

Ziel der Bauherrschaft war es, die Küchen und Bäder zu erneuern und, wo sinnvoll, an den Fassaden wärmetechnische Verbesserungen zu realisieren. Auch wurden die Balkone verbreitert und neu gestaltet. Die Bauherrschaft, die ASIG Baugenossenschaft, legt Wert auf eine nachhaltige und umweltschonende Sanierungsstrategie.

Auf Algenproblematik sensibilisiert
Wo vor zirka zehn Jahren nachgedämmt wurde, haben sich zwischenzeitlich Algen gebildet. Die Bauherrschaft verlangte deshalb von den Berger Architekten, Zürich, eine Aussenwärmedämmung, die dieses Problem möglichst nachhaltig zu lösen vermag. Den Architekten mit ihrer jahrelangen Erfahrung im Bereich von Wohnsiedlungserneuerung ist die Algenproblematik hinlänglich bekannt. Zusammen mit Systemherstellern und Spezialisten haben sie verschiedene Sanierungen von schadhaften Fassaden ausgeführt.

Zusätzlich lag eine Information von der ERZ, Entsorgung und Recycling Zürich, Abteilung Liegenschaftenentwässerung, vor, die auf die Problematik der Auswaschung der Biozide in entsprechend behandelten Fassaden aufmerksam machte. Der Suche nach einem alternativen Wärmedämmsystem verlieh diese Information noch zusätzlich Gewicht, zumal in diesem Zusammenhang auf das System «Aqua PuraVision» von Greutol und Keim hingewiesen wurde. «Im Auftrag der Bauherrschaft haben wir das System genauer geprüft und ausgeführte oder in Arbeit befindende Objekte näher angesehen. Der altbewährte dickschichtige Aufbau mit uns vertrauten Materialien und Anstrichen hat unser Interesse geweckt, die Lösung mit dem Feuchtigkeitsausgleich an der Oberfläche uns eingeleuchtet», erklärt Projektleiter Urban Helbling, um gleich hinzuzufügen: «Nun sind wir natürlich gespannt, ob sich die Fassade im Langzeitverhalten bewährt und ob die Veralgung mit diesem System verhindert wird».

Bescheidene Mehrkosten
Alle Fassaden der Wohnsiedlung in Zürich-Witikon wurden mit einer mineralischen Dämmung (120mm bzw. 30mm auf bereits gedämmten Bereichen) überzogen und das Verputzsystem aufgebracht. Durch die vorgegebenen Stärken und Materialien sind entsprechende Wartezeiten einzuhalten. «Die Ausführung dieses -Systems braucht mehr Zeit, was aber bei einer Gesamtsanierung mit allen anderen Arbeiten nicht ins Gewicht fällt», betont Urban Helbling. «Die Mehrkosten fielen bescheiden aus, weil die später aufgebrachten Risssanierungsverputze bei diesem Fassadenaufbau nicht entfernt werden mussten.» Bauherrschaft und Architekten sind sich überdies der massiven und stabilen Verputzschicht bewusst, an der – davon gehen sie aus – weniger Beschädigungen entstehen sollen. 
 
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