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Airside Center – Flughafen Zürich
Wände wie Felsen in den Bergen
 
Das grösste Grieder-Einkaufsgeschäft im neuen Flughafengebäude in Zürich wurde als ein zu den Passagieren hin offenes Schaufenster geplant. Die Grundidee bestand darin, Materialien aus der Schweiz, aus hiesigen Bergen und Wäldern zu verwenden.

Die Raumhülle besteht aus mineralischen Stoffen wie Naturstein und Gips, das Mobiliar ist aus Holz angefertigt. Die dicken Wände aus weissem Gips sind wie «Felsen in den Bergen», aus denen die Architekten schwarze Nischen herausgegraben haben, die das Innere der Berge, «die Grotten», darstellen. In diesen Nischen wird die Kleidung auf leichten Gestellen mit Tablaren aus weissem Sonderglas und Konsolen aus gebürstetem, rostfreiem Metall ausgestellt. Das Mobiliar besteht aus Ahornholz mit natürlicher Endbearbeitung. Die Holzoberfläche wurde lediglich mit einem transparenten Schutzlack überzogen. Die Mobiliarblöcke im Zentrum sind wie grosse Bäume, die man in ihrer vertikalen Achse zerschnitten hat. Die Aussenseite stellt die Baumrinde dar, und auf der Innenseite findet man die Farbe und Musterung des Ahornholzes wieder.

Dunkelgrauer Stein mit weissen Adern
Der Naturstein stammt aus Alpnach, nahe der Kulturstadt Luzern und dem Ufer des Vierwaldstädtersees. Der dunkelgraue Stein ist mit feinen, weissen Adern durchsetzt. Der Wille der Architekten bestand darin, diesen dunklen Stein am Boden zu verlegen, um die hellen Wände und das helle Mobiliar als Kontrast dazu abzuheben und zur Geltung kommen zu lassen. Als Unterstützung hierzu und als Raumabschluss wurde der Naturstein auf der hinteren Wand bis zur Decke hochgezogen.

Der Guber-Stein wurde nach dem Abbau aus dem Steinbruch fein geschliffen, am Bau verlegt und dort mit einer fleckenabweisenden Schlussbehandlung versehen, die ihm einen leichten Glanz verleiht, in dem sich die Deckenbeleuchtungen spiegeln. Im Gegensatz dazu wurde der an der Rückwand hochgezogene Naturstein weder ausgefugt noch behandelt, damit er dort seinen natürlichen und seidenen Charakter beibehält. Das relativ unregelmässige Fugenbild und die unterschiedlichen Bahnbreiten geben zusammen mit den diversen Nuancen der Grautöne dem Natursteinboden eine strukturierte Wirkung. Seine feinen, sehr weissen und zart gebogenen Adern beleben den Boden zusätzlich. Um dem Geschäft eine Richtung nach hinten, ins Innere zu geben, wurden die Natursteinplatten rechtwinklig zur Eingangsfront verlegt, die Wandplatten hingegen mit gleichen Formaten horizontal, um die «Steinschichten in den Bergen» wiederzugeben.

Die Beleuchtung der Oberflächen ist zart und setzt sich aus fluoreszierenden Leuchten und Halogenspots zusammen. Letztere ermöglichen punktuell Elemente hervorzuheben, die den Blick des Kunden anziehen. Die allgemeine Stimmung des Raumes ist frisch und ruhig – ganz im Gegensatz zum Aussenbereich, dem Flughafen. 
 
Ausgabe "2007/5 - September" bestellen
 
Text version B; M. Stüby; COVISS
Bild Dorothea Müller, Zürich
 
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